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THE TANGENT - Not as good as the Book

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Artist THE TANGENT
Title Not as good as the Book
Homepage THE TANGENT
Label INSIDE OUT
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Manchmal muss es nicht immer Kunst sein, sondern auch virtuoses Handwerk weiß vielerorts vorzeigbare Ergebnisse aufzuzeigen. Dieser Eindruck entsteht unbeeindruckt des künstlerischen Anspruchs bei THE TANGENTs neuem/ 2tem CD Opus „ Not as good as the Book“. Glaubt man dem Info, so gerät das Album „zu einer Abenteuerreise durch unterschiedliche Stile und Stimmungen“, womit man wirklich den Nagel auf den Kopf trifft. Nahezu jedes Zitat des Prog Rock Genres und diesbezüglich veritabler Bands wird gegeben. Hier mal GENTLE GIANT, da mal YES, dann wieder GENESIS mit einem Schuss Neoprog à la MARILLION „A sale of two souls“ und „Bat out of Basildon“, immer natürlich auch ein wenig Canterbury im Hinterkopf., wobei Themenschwerpunkt das Hier und Jetzt ist.

Alles basiert auf einer Novelle von Andy Tillison, seines Zeichens Sänger und Keyboarder von THE TANGENT, die in der Special Edition zu bewundern ist. Leider kann ich an dieser Stelle wenig zum Inhalt sagen, da mir „nur“ eine Promo zu Teil wurde, was tragisch ist, da hier Literatur und Musik miteinander verschmelzen, natürlich nicht neu aber als durchaus gelungen zu bezeichnen. Das Werk erscheint wenig verkopft und hat seine Momente. Zum Inhalt nur soviel: Der Protagonist Dave Jacob wacht nach 88.000 Jahren auf dem falschen Planeten auf und findet heraus, dass er Schuld an dessen Zerstörung ist, zusammen mit einem Kollektiv, das bekannt unter dem Namen YES ist… Leider stellt er zunächst nicht fest, dass er ein künstlich regeneriertes Gehirn ist, von Wissenschaftlern der Zukunft hergestellt. Chopin arbeitet nach seiner Aussage in den 1980ern und Johann Sebastian Bach erfindet den Synthesizer. Es rauscht in der Matrix und ist „not as good as the book“.

Während CD 1 abwechslungsreich und, wie eben schon erwähnt, mit ganzen 7 Songs stilvielfältig daher kommt, so ist die 2te Scheibe mit zwei 20-Minütern eher traditionelle Zielgruppenbedienung. Elemente von Jazz und Klassik mischen sich einher mit Rock der verschiedensten Spielrichtungen. Einzig die Bläsersets (Saxophon) verbittern das Hörerlebnis, aber das ist sicherlich geschmacksabhängig. Die Produktion wirkt erdig und lebendig, mit viel Raum zum Atmen und hier und da (besonders auf Silberling) wirkt alles recht sessionlastig, sicherlich zur Freude vieler. Letztlich kommt man aber nicht zum schlüssigen Punkt, worüber auch sparsam instrumentierte Textzeilen nicht hinweghelfen, nur um wieder in einem gesteigerten Instrumental Crescendo mit PURPLE/ PINK FLOYD/ GENESIS-Charakter sein Heil zu suchen.

THE TANGENT scheitern bestimmt nicht an ihrem Anspruch, nur sind sie noch auf dem Weg zum Olymp des Progs. Wer diese Reise auf „ not as good as the book“ begleiten wird, sollte sich Zeit nehmen, denn hier wird keine leichte Kost serviert, leider für den Progkenner etwas abgestanden, aber weitestgehend geschmacklich durchaus genießbar.

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