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THE UNDERTONES - Get what you need

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Artist THE UNDERTONES
Title Get what you need
Homepage THE UNDERTONES
Label SANCTUARY
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Wie gut, dass es sie gibt! Beim Supermarkt merke ich heute, dass ich meine EC-Karte am Vortag im Automaten habe stecken lassen. Natürlich wurden alle eingezogenen Karten heute morgen direkt nach Leipzig geschickt, natürlich kann mir keiner sagen, ob meine dabei war oder mein Konto schon geplündert wurde. Ein verlorener Tag? Nicht, wenn am Abend die neue UNDERTONES auf einen wartet.

Tatsächlich ist diese Platte ein kleines Wunder. Zuerst einmal in der Hinsicht, dass es sie überhaupt gibt. Die Truppe um Feargal Sharkey war ganz kurz ganz gross, das war in den Jahren zwischen 1978 und 1980, als die Chemie in der Band einen magischen Moment nach dem anderen lieferte und es keine Grenzen zu geben schien. John Peel förderte sie, das Publikum liebte sie, doch nach zwei weniger erfolgreichen Alben verlor sich Sharkey in einer zweifelhaften Solokarriere und der Rest der Band in der Belanglosigkeit. Viel Zeit ist seitdem vergangen, nicht nur in flüchtigen Popbegriffen. Doch wer die CD einlegt, wundert sich: Wo sind die Jahre hin? „Get what you need“ ist wie der Frühling, wenn alles noch ein ewiger Aufbruch ist, wie eine Fahrt im Cabrio, wenn einem der Wind durchs Haar fährt. Und wenn dies alles eine Farce ist, ein ausgekochter Plan oder gar nicht ernst gemeint, dann möchte man sich belügen lassen, immer wieder. Ich jedenfalls kneife mir heute nicht mehr in den Arm. Dass die UNDERTONES nun in eine Schublade mit lachhaften Pickelcombos geworfen werden ist eine historische Ungerechtigkeit, denn diese Musik ist Rock n Roll, Punk und Soul, doch vor allem: Jubilierender Pop aus einer Zeit, als das noch kein Schimpfwort war, Musik zum die Arme ausbreiten, Musik, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Oder Tränen der Rührung. John Peel verkündete letztlich noch, er bekomme feuchte Augen, wenn er die alten UNDERTONES Platten auflege. Bei dem fast unscheinbar vorgetragenen „Winter Sun“ kann einem das auch auf dem neuen Werk passieren. Und das muss keinem peinlich sein. Denn in jeder Sekunde hält dieses Album das große Versprechen seines Titels, das größte Versprechen das es gibt. In jeder Sekunde ist es genau das, man braucht.

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