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THE VOID - Vision of the Truth

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Artist THE VOID
Title Vision of the Truth
Homepage THE VOID
Label MY KINGDOM MUSIC
Leserbewertung
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Auch wenn diese Sparte großartige Exemplare hervorgebracht hat, ist die Zeit grandioser Alben von Bands wie TIAMAT, ANATHEMA, MOONSPELL oder auch MY DYING BRIDE scheinbar vorbei. THE VOID versuchen, dies wieder aufleben zu lassen und auch wenn sie bei weitem nicht an deren Klasse herankommen, wecken sie auf jeden Fall die Lust auf mehr.

Ob tiefgehende melancholische Passagen, derbe Ausbrüche, ob ruhige melancholische Gesänge oder energische Shouts, auf „Vision of the Truth“ findet man alles, was ordentlichen Gothic/ Dark Metal ausmacht. Die Songs kommen gut arrangiert und schlüssig rüber. Die Italiener schaffen es routiniert, zum richtigen Zeitpunkt den Hörer in die Tiefe einer düsteren Seele zu ziehen oder ihn mit harten Attacken aus seiner Trance zu reißen. So drückt z.B. „Macha“ knallhart mit bretternden Drums nach vorne, vertrackte Riffs bremsen den Song an, welche dann durch schaurige Keyboard-Sounds und bedrohliche Gesänge überzeugt. Mächtig Ausbrüche im Stile von TIAMATs „Wildhoney“ rütteln dann mit harschen Gitarren und energischen Growls an der Psyche des Hörers, welche durch die verstört-schrägen Melodien leicht verwirrt sein dürfte. Als Gegenstück dazu beginnt „Hope“ bedacht mit atmosphärischen Keyboard-Sounds, getragenen Gitarrenmelodien und düster-melancholischen Vocals. Mit fiesen Black-Vocals und harten Drums wird man dann aus der Lethargie gerissen, wobei die eingestreuten Breaks nicht ins Bild passen wollen und wie ein Fremdkörper in Verbindung mit den folgenden melodischen Düsterpassagen wirken.

THE VOID versuchen die Atmosphäre der oben genannten Vorbilder aufzunehmen und schaffen dies auch ansatzweise. Doch diese Einflüsse in eigene Songs umzusetzen, ist natürlich eine sehr schwere Aufgabe, ie das italienische Trio zwar motiviert und mit guten Ansätzen angeht, aber nicht zur Gänze bewältigt. Da fehlt an einigen Stellen einfach das Gefühl für die Theatralik und das Gespür für die richtigen Übergänge zum richtigen Zeitpunkt. So bleibt „Vision of the Truth“ ein solider Appetithappen für die demnächst anstehenden Alben von eben z.B. TIAMAT.

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