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THE WATERBOYS - An Appointment With Mr. Yeats

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Artist THE WATERBOYS
Title An Appointment With Mr. Yeats
Homepage THE WATERBOYS
Label PUCK RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Mit „An Appointment With Mr. Yeats” frönt WATERBOYS-Gründer und Mastermind Mike Scott einmal mehr seiner Liebe zur Literatur, denn hinter den 14 Songs verbergen sich ebenso viele Gedichte des irischen Dichters W.B. Yeats, die von den WATERBOYS vermittels rockiger Folkklänge eine musikalische Entsprechung erhalten haben.

Mit dem Gedanken, eine solche Platte zu machen, hat sich Mike Scott schon lange getragen, doch sollte es einige Jahre dauern, bis das Ergebnis dieser Pläne in die Läden kommen konnte. Das Warten hat sich jedoch allemal gelohnt, denn Text und Musik passen bestens zusammen. Mikes Stimme klingt genau dergestalt nach Schnaps und Kippen wie es sich für die Lyrics geziemt und so startet die Langrille mit viel Schmackes und dem formidablen „The Hosting of The Shee“, ehe der „Song of Wandering Aengus“ leisere Töne anschlägt und ein wenig Tempo rausnimmt. Das ganze Ausmaß der opulenten Instrumentierung präsentiert „News For The Delphic Oracle“, das mit abwechslungsreichen Sounds gefällt. Zur erweiterten WATERBOYS-Konstellation gehören auf der Langrille auch der Fiddle-Maestro Steve Wickham, der dem Song irische Melancholie einhaucht- Außerdem dabei: Die neue irische Sängerin Katie Kim, die beim herausragenden „Politics“ ihre große Stunde hat, die Multi-Instrumentalistin Kate St. John, die Flötistin Sarah Allen und der katalanische Posaunist Blaise Margail. „ A Full Moon In March“ kommt im schwermütigen Rock-Gewand mit einer dominanten Orgel daher, bevor beim emotionalen „Sweet Dancer“ Geige und Klavier übernehmen. Die Seele der Grünen Insel schallt dem geneigten Hörer beim folgenden „White Birds“ in dunkler Schönheit entgegen und „The Lake Isle of Innisfree“ kokettiert mit geheimnisvoller Slow Motion, bis schließlich „Mad As The Mist And Snow“ wieder aufs Gaspedal drückt und ausnehmend lustig gefiedelt wird. Gleich im Anschluss gibt’s ein ruhiges Intermezzo namens „Before The World Was Mad“, bei dem erstmals auch die Stimme von Katie Kim zu hören ist. Mit „September 1913“ ist auf der Langrille zudem ein cooler Rocker vertreten, der mit über sieben Minuten Spielzeit in aller Form zelebriert wird, während sich das orgelige „An Irish Airman Foresees His Death“ aufs Wesentliche beschränkt. Gefühlvoll geht’s derweil bei „Let The Earth Bear Witness“ und dem finalen „The Faery’s Last Song“ zur Sache – so wie „An Appointment With Mr. Yeats überhaupt mit jeder Menge Emotionen einhergeht.

Nun waren die WATERBOYS bei uns ja nie besonders erfolgreich und mit den Drogenexzessen ihres Fronters, der auch als einziger noch zum Original-Line-Up zählt, war die Band mehr oder weniger in der Versenkung verschwunden. Dass insbesondere Kollege Scott es aber noch drauf hat, beweist „An Appointment With Mr. Yeats“ ganz hervorragend. Bei der Auswahl seiner Mitstreiter hat Mike ebenfalls ein glückliches Händchen bewiesen und so steht einem uneingeschränkten Hörgenuss nichts im Wege, wenn man denn auf folkgetränkten Rock steht.

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