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THE WOMBATS - Glitterbug

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Artist THE WOMBATS
Title Glitterbug
Homepage THE WOMBATS
Label WARNER
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Da ist es also, das lange angekündigte dritte Album der WOMBATS. „Glitterbug“ heißt es und folgt auf „The Wombats Proudly Present: This Modern Glitch“, das 2011 erschien und die drei Jungs aus Liverpool zwei Jahre lang auf Tour schickte. Schon seit 2003 existiert die Band von Sänger, Gitarrist und Keyboarder Matt „Murph“ Murphy, Schlagzeuger Dan Haggis und Bassist Tord Øverland-Knudsen und eine gute Indie-Party ist ohne die Mucke des Trios kaum denkbar. Mit „Glitterbug“ erzählen die WOMBATS nun die fiktive Liebesgeschichte mit einer Frau in Los Angeles. Tatsächlich war es so, dass sich Murph während der Entstehungsphase der Songs viel in L.A. aufgehalten hat und nach ungefähr der Hälfte der Arbeit am Longplayer wurde aus der Fiktion Fakt: Der Fronter datete eine scheinbar unerreichbare Frau, beendete seine Beziehung in London und dachte über die Herausforderung einer Fernbeziehung nach…

Eine Art Fernbeziehung führte er währenddessen auch mit den beiden Kollegen, denn Dan und Tord saßen in der britischen Hauptstadt und nahmen Backing-Tracks auf, die per Mail über den Großen Teich gingen und Murph als Grundlage für neue Stücke dienten. Andersherum entwickelte auch er auf der Gitarre und dem Klavier Essenzen für Songs, denen am Ende gemeinsam Leben eingehaucht wurde. Besonders gut ist das für meinen Geschmack beim pulsierenden Opener „Emoticons“ gelungen, den ich sofort ins Herz geschlossen habe, aber auch die aufputschende Single „Give Me A Try“, das von der aufkeimenden neuen Liebe des Sängers erzählt, kann sich ebenso wie die erste Auskopplung „Greek Tragedy“ hören lassen. Das letztgenannte Lied bezieht sich mit dezent asiatischen Klängen und dröhnend verzerrten Drums übrigens nicht auf die griechische Finanzmisere; stattdessen geht’s natürlich um das große Thema Liebe, ehe die druckvollen Rhythmen von „Be Your Shadow“ auf den Dancefloor bitten. Derweil entführt „Headspace“ in Eighties-Synthie-Gefilde und auch bei „This Is Not A Party“ steht das elektronische Tasteninstrument klar im Fokus. Mit „Isabel“ schlagen die WOMBATS schließlich etwas leisere Töne an, was man von „Your Body Is A Weapon“ allerdings nicht behaupten kann. Diese treibende Nummer gab es für die Fans bereits 2013 als digitalen Giveaway-Download und selbst wenn „The English Summer“ vielleicht nicht der wärmste und trockenste ist, weckt der gleichnamige Song mit viel Tempo und Spielfreude doch die Vorfreude auf eben diese Jahreszeit. Dann gibt’s auch „Pink Lemonade“, die zumindest in der hörbaren Darreichungsform alles andere als überzuckert ist und vielmehr sehr spritzig daherkommt. Bleibt noch das finale „Curveballs“, mit dem der flotte Dreier im Vergleich zu den übrigen Tracks qualitativ ein bisschen abfällt.

Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn insgesamt ist „Glitterbug“ rundum gelungen. THE WOMBATS beweisen, dass ihr Glitzerkäfer alles andere als eine Eintagsfliege ist und auch in Zukunft sollte man wohl mit den Herrschaften rechnen, wenn’s um abwechslungsreichen Indie-Rock vom britischen Eiland geht.

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