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THEATRE OF TRAGEDY - Storm

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THEATRE OF TRAGEDY
Title Storm
Homepage THEATRE OF TRAGEDY
Label AFM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

THEATRE OF TRAGEDY gelten als DIE Vorreiter im female-fronted Gothic Metal. Bereits 1994 kombinierten sie klare, weibliche Vocals mit männlich-tiefen Growls und beeinflussten die Musikszene mit ihrem unverkennbaren Stil. In 12 Jahren sorgten die Norweger immer wieder für Furore. Zum Beispiel durch häufige und konsequente Stilwechsel von Gothic-Metal bis hin zum Elektro-Pop, die damit verbundene musikalische Weiterentwicklung, sowie durch die „geheimnisvolle“ Trennung von Sängerin Liv Kristine im Jahre 2003. Nach zwei Jahren Arbeit geht der Vorhang nun wieder auf für Raymond I. Rohonyi (Vocals), Vegard K. Thorsen (Guitar), Frank Claussen (Guitar), Lorentz Aspen (Synth/ Piano), Hein Frode Hansen (Drums) und der bezaubernden neuen Sängerin Nell Sigland. Mit „Storm“ als Titel des neuen Albums, nimmt die „Tragödie“ ihren Lauf…

„Can you see the Storm getting closer now?” – so fegen die ersten Worte im titelgebenden Opener über einen hinweg. Nells Stimme zart und zuckersüß, dazu abwechselnd Raymonds dunkel verzerrte Vocals, schwere Gitarrenriffs und melancholische Pianoklänge liefern den perfekten Einstieg. Auch „Silence“ schlägt in diese Kerbe, wobei Raymonds Stimme wenig wandelbar und experimentell ist. Nach einem winzigen gemeinsamen Part überzeugt dann wieder Nell kraftvoll und herzzerreißend schön. Besonders ausdrucksstark säuselt Sie die Textzeile „…never seen such beauty“, die einem das Herz erwärmt. „Ashes and Dreams“ klingt durch mystische Melodien und powervolle Arrangements besonders düster. Zwei schöne Balladen folgen mit „Voice“ und „Fade“, wobei letztere unschlagbar bleibt. Leise Pianoklänge begleiten verzaubernde Lyrics, und die Steigerung des Tempos im Zusammenspiel mit Drums und Gitarren betont noch den Ausdruck von Verzweiflung und Schmerz. Herausgerissen aus dieser Melancholie wird in „Begin and and“ wieder gerockt! Ein perfektioniertes Klangerlebnis mit Hauptaugenmerk auf Nells Vocals. Sie flüstert, rockt lasziv, engelsgleich und unschuldig. Definitiv ein Song, bei dem man nicht stillsitzen kann. Bekannte Melodien erwarteten mich bei „Senseless“, da die dazugehörige Demo-Version namens „Seven“ zum Download auf der Homepage bereitgestellt worden war. Raymonds Stimme klingt hier sehr weich und verletzlich, dazu gibt es Schrammelgitarrensound und einige faszinierende Synthie-Spielereien, die einem bei jedem Hören etwas Neues entdecken lassen. So auch in den drei letzten Songs von „Storm“, die qualitativ auf diesem hohen Niveau bleiben und die Fähigkeit besitzen eine unglaublich, traurige Atmosphäre aufzubauen und zu hinterlassen.

THEATRE OF TRAGEDY haben es wieder geschafft ihrem Drang nach Veränderung und Weiterentwicklung nachzukommen. Das Ergebnis ist ein frisches, kraftvolles und modernes Gothic/ Rock/ Metal-Album, das viele Elemente der früheren Alben verbindet und wohl jedem ein Stück THEATRE OF TRAGEDY zurückgibt, das man früher schon geliebt hat. Sichert Euch das limitierte Digi-Pack mit Bonussong!

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