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THEES UHLMANN - Die Toten Hosen (Buch)

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Artist THEES UHLMANN
Title Die Toten Hosen (Buch)
Homepage THEES UHLMANN
Label KIEPENHEUER & WITSCH
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THEES UHLMANN hat nicht nur mit seiner Band TOMTE über Jahre Indie-Geschichte geschrieben, er hat auch mit den beiden KETTCAR-Mitgliedern Marcus Wiebusch und Reimer Bustorff 2002 das Kult-Label Grand Hotel van Cleef gegründet und ist zudem seit 2011 auch als Solo-Künstler sehr erfolgreich. Zudem hat er sich als Autor hervorgetan. Bereits im Jahr 2000 mit den TOCOTRONIC-Tourtagebüchern „Wir könnten Freunde werden“, 2005 mit seinem gefeierten ersten Roman „Sophia, der Tod und ich“ und jetzt mit seinem literarischen Beitrag über DIE TOTEN HOSEN.

Wer nun allerdings erwartet, dass der 45-jährige Künstler aus Hemmoor in Nordniedersachsen mit Wohnsitz in Berlin eine Biografie über die Punkrocker aus Düsseldorf geschrieben hat, könnte enttäuscht sein. Zahlen und Fakten über die seit 1982 agierende Kapelle um Frontmann Campino bilden noch nicht mal das Gerüst dieser sehr persönlichen Liebeserklärung an eine Band, deren Fan der 14-jährige Thees war als er sie zum ersten Mal live gesehen hat. Uhlmann schreibt in seinem Buch, welch Initialzündung dieses Erlebnis für ihn war und wie aus der Bewunderung aus der Ferne eine Freundschaft entstand. Er schreibt aus seinem Leben und wie dieses von der Liebe zur Musik und den Menschen, die ihm etwas bedeuten, dominiert wird.

Und es macht einfach Spaß, THEES UHLMANN dabei Seite für Seite zu folgen. Zwischendurch mag man sich fragen, was das gerade Gelesene jetzt mit den Hosen zu tun hat und dann kommt eine Antwort, die durchaus berührend oder auch erheiternd sein kann. Gegen Ende des Buches widmet er sich dann auch noch mal ganz konkret den Songs einer Platte, genauer gesagt dem 1987er Live-Album „Bis zum bitteren Ende“, dessen Songs er einer genaueren Analyse unterzieht, während es ansonsten eher um Anekdoten und zwischenmenschliche Beziehungen geht, die manchmal auch nur mittelbar mit den Toten Hosen im Zusammenhang stehen. Wobei natürlich auch die Songbetrachtung eine persönliche und zutiefst subjektive Sache ist. Aber das Schöne an „Thees Uhlmann über Die Toten Hosen“ ist ja, dass man beileibe kein Hosen-Fan sein muss, um Gefallen am ersten Teil der KiWi-Musikbibliothek zu finden. Es reicht, wenn man Uhlos Detailverliebtheit und seinen Wortwitz mag und darüber hinaus das Gefühl teilt oder zumindest nachvollziehen kann, wirklich für etwas zu brennen.

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