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THEUDHO - Cult of Wuotan

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Artist THEUDHO
Title Cult of Wuotan
Homepage THEUDHO
Label DET GERMANSKE FOLKET
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.8/10 (4 Bewertungen)

Das neue Millennium brachte offensichtlich nicht den Weltuntergang, also beschwören wir halt mit immer neuen heidnischen Bands die Ragnarök herauf. Seit 2003 beteiligen sich auch THEUDHO an diesen unheiligen und heidnischen Schlachtensängen zum Weltenbrand. In dieser Zeit haben sie es auf 3 Alben und 3 Demos sowie einige Beiträge auf diversen Samplern geschafft.

Auf dem Cover von „Cult of Wuotan“ erblickt man Odin auf seinem Thron in der Wallhall sitzend, flankiert von 2 Wölfen, den Speer Gungnir und sein Schwert fest im Griff und im Rücken unzählige seiner Einherjer. Durch die Nebel unter ihm kann man Midgard erkennen. Lang lebe der Kitsch. Die Songs bedienen ebenso diese Legenden. Es wird vom „Ahnenkult“ gesungen (ein Fall für die „BIFFF“??), von „Wuotanes Her“ aber auch vom Sturze Roms. Typische Inhalte für eine typische Pagan-Platte. Abwechslung bieten die teilweise sehr schönen Gitarrenpassagen. Schlagzeug und diverse synthetische Samples runden den munteren Heidenreigen ab. Auffällig ist im negativeren Sinne leider der Gesang. Genretypische Vocals, bei denen man das Gefühl hat, dass es sie nur in 2 Versionen gibt: Hohes und nicht ganz so hohes Gekreische, beides jedoch lässt Melodie vermissen und zieht den sonst guten Eindruck der Songs leider etwas herunter. Dazu kommen vermehrt Tonläufe, die sich immer und immer wieder wiederholen und so etwas langatmig wirken. Natürlich gibt es auch Highlights. „Silence Reignet Over The Bog“ beweist ein Gespür für tolle Melodien und mitreißende Rhythmen. Die Gitarrenarbeit erzeugt zuweilen sogar etwas Gänsehaut und der Shouter zeigt kurzfristig, dass er es doch kann. Klanglich kann ich übrigens auch keine Kritik üben. Eine gute Produktion mit immer präsenten Instrumenten vervollständigt das Bild des Albums.

Leider sind für meinen Geschmack die Kontraste in der Qualität recht groß. Langatmige Stücke mit sich wiederholenden Parts reichen sie die Klinke mit wirklich fetten Kompositionen. Auch der Frontmann schwankt zwischen gelangweilten Growls und guten Passagen. Schade eigentlich. Die Formation besitzt definitiv Potential. Euch, werte Leser, sei nur eines geraten: Bei Interesse einfach reinhören.

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