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THIS BLEEDING SOUL - As all ebbs away

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Artist THIS BLEEDING SOUL
Title As all ebbs away
Homepage THIS BLEEDING SOUL
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.8/10 (17 Bewertungen)

9 Monate nach dem Release ihrer ersten EP „Reflection and Paranoia“ (2008) sind THIS BLEEDING SOUL nun mit einer 3-Track-EP bereits wieder zurück. Zu verdanken hat man diesen glücklichen Umstand zum einem dem „Talent Development Programm“ von „Cubeaudio“, die den Fünfer aus dem Raum Stuttgart als einzige Metalband in diesem Jahr auserwählte – und zum anderen somit ja auch sich selbst, sowas kommt sicher nicht von ungefähr.

Dass dem so ist, beweist dann schon das eröffnende Stück „Friends to foreigners“. Der Opener beginnt ganz Metalcore-klassisch mit entsprechendem Riff und Wechselshout, setzt seinen Weg dann ebenso fort und gefällt mir darum gleich doppelt gut, da es einmal nett umgesetzt ist und zweitens auch einfach mal wieder gut tut, nach den ganzen Grabreden über das Genre etwas davon in Reinform zu vernehmen. Typisch für die Richtung ist natürlich auch der Cleangesang, der hierbei allerdings erfreulicherweise relativ differenziert daher kommt (wir wollen es ja auch nicht übertreiben mit der Genre-Nostalgie) und stark synthetisch ausfällt; ein Hauch der guten 80er, der den Song sehr cool aufwertet! Die Strophen treiben gut nach vorne, münden in einem netten Breakdown und werden gerne auch von elektronischen Klängen untermalt. Das ganze lässt ein wenig an etwas kompromisslosere AS I LAY DYING denken, da vor allem Shouter Alex einen recht ähnlichen Stil pflegt. Weiter geht es mit „His last walk“, das ruhiger beginnt, dann aber dank Schlagzeugrhythmus und prägnantem Riffing bis zum Chorus mitreißt, der auf der einen Seite nicht ganz gerade klingt, auf der anderen so aber auch wieder seinen eigenen Charme hat, den die Synthetik noch weiter herausstellt. Die Atmosphäre, welche das Quintett erzeugt, spiegelt sich darüber hinaus gelungen im schicken Cover bzw. Inlay wider, die das Liedgut auch optisch passend präsentieren. Bei der dritten und letzten Komposition handelt es sich um einen Re-record des bereits auf der Vorgänger-EP enthaltene „April 1st“ und vermittelt eine düstere, dank diverser beängstigenden Einschüben unheimliche Stimmung, welche nach den recht groovigen Strophen auch den leicht an FEAR FACTORY erinnernden Refrain befällt. Nach dem EMMUREmäßigen Sprachgesang-Part dann ein schöner Rhythmuswechsel – das Talent ist da, bei den Jungs.

Leider reicht es nicht aus, diese drei Klangwerke deutlich von der dichten Konkurrenz abzuheben. Einiges an Potential hat das Quintett ohne Frage, doch trotz der fusionellen Elemente klingt das ganze nicht zwingend genug, um wirklich etwas zu reißen. Da rettet auch das Mitwirken von Alexander Dietz bei der Produktion nicht mehr viel, wobei diese an sich ordentlich ausfällt. Mit objektivem Blick auf diese fast 13 Minuten Gesamtspielzeit kann der Silberling aber dennoch Freude bereiten und wird nicht zuletzt dank „Friends to foreigners“ noch das ein oder andere Mal seinen Weg in den Player finden. Man darf also gespannt auf einen möglichen Longplayer warten.

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