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THIS IS HEAD - The Album ID

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Artist THIS IS HEAD
Title T
Homepage THIS IS HEAD
Label POP UP
Leserbewertung
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6.2/10 (5 Bewertungen)

Dass man sich in Skandinavien auf Musik jeglicher Couleur versteht, ist kein großes Geheimnis. Ein Geheimtipp ist allerdings noch die vierköpfige Kapelle THIS IS HEAD aus Malmö. 2011 machten Henric Claesson, Tom Malmros, Adam Jacobsson und Björn Wiking in ihrer Heimat bereits mit dem hoch gelobten Debüt „0001“ auf sich aufmerksam, jetzt kommen auch wir mit dem Nachfolger „The Album ID“ in den Genuss des appetitlichen Schwedenhäppchens.

Mit halligem Sound, hellem Gesang und knackigen Instrumentalparts nimmt den geneigten Hörer bereits der vielschichtige Opener „Starring Lenses“ gefangen, bevor das ebenso rhythmusbetonte wie geheimnisvolle „Illumination“ eine Kollaboration der YEASAYER mit U2 zu sein scheint. Derweil nimmt das leicht psychedelische „Castaway“ Kurs auf spacige Krautrock-Galaxien, ehe „A B – Version“ langsam startet und sich behutsam zum verspielten Rocksong entwickelt. „XVI“ und „Repetition“ lassen sich ebenfalls Zeit, ihr gesamtes Potenzial zu zeigen und beschränken sich dabei überwiegend auf die Wirkung der Instrumente, was im Übrigen hervorragend klappt. Währenddessen spielt die Vorab-Single „Time’s An Ocean“ erneut die U2-Karte, ohne sich dabei über Gebühr bei den Iren anzubiedern. „Summertime“ wirkt mit seinen ausladenden Synthie-Flächen ein wenig fahrig und „Into The Belly of Mont Miff“ hätte für meinen Geschmack ein bisschen mehr Gitarrengejaule gut getan, denn mit dem elektrischen Sechssaiter erwacht die Nummer erst so richtig aus der vermutlich gewollten Lethargie. Mit dem finalen „If I“ schließt das Quartett an die melodieverliebten ersten Nummern an und beendet den Ausflug mit viel Schwung und guter Laune.

Die seit 2008 agierenden THIS IS HEAD präsentierten mit ihrem zweiten Album ein unfangreiches musikalisches Spektrum, das insbesondere stimmliche Parallelen zu U2 (und damit insbesondere zu Gutmensch Bono) aufweist, aber auch stilistisch schwenkt der Vierer gelegentlich in Richtung der Dubliner Rock-Urgesteine. Gleichwohl bleibt genügend Eigenständigkeit und Abwechslungsreichtum, um mit „The Album ID“ zu fesseln, denn von einem wie auch immer gearteten Abklatsch sind die Schweden weit entfernt.

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