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THIS MORN’ OMINA - Momentum of Singular Clarity

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Artist THIS MORN’ OMINA
Title Momentum of Singular Clarity
Homepage THIS MORN’ OMINA
Label ANT-ZEN
Leserbewertung
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1.0/10 (1 Bewertungen)

Ich freu mich wie Hund (Miau): Die neue EP von THIS MORN’ OMINA ist da und ich habe sogar die Ehre, eine Rezension darüber schreiben zu dürfen. Die Belgier waren schon immer eine Ausnahmeband – als ich sie zum ersten Mal auf dem WGT erlebte, haute es mich total um, so was hatte ich bis dato nicht gehört. Die erste Begeisterung hat sich inzwischen gelegt, aber es bleibt das Gefühl, mit dieser Art Musik Ausnahmekünstler zu kennen, und das beweisen TMO auch wieder mit ihrer neuen VÖ „Momentum of Singular Clarity“.

Es sind zwar nur 5 Tracks enthalten, aber immerhin bewegen diese sich zwischen 4 bis 8 Minuten und bieten doch einiges für ihr Geld. Gleich bei „Momentum I“ fällt mir ein, an wen mich die Belgier immer schon erinnert haben, irgendwo zwischen IN THE NURSERY und KLINIK kann man die Jungs einordnen. Beim Opener werde ich auch stark in die 80er/ 90er zurückgeworfen, denn die Samples und das brachiale Krachorchester erinnern mich an die verrückten Zeiten von früher, ohne es jetzt Jemand Speziellem zuordnen zu wollen. Wobei der Sprachgesang und der Songaufbau verdammt große Ähnlichkeiten mit FRONT 242 aufweisen, siehe die Ära ab „Up Evel“. Auf jeden Fall extrem mitreißend, der Song baut sich Stück für Stück immer mehr auf und lässt die Trommeln für sich sprechen, eine Mischung aus Tribal und Industrial, auch das EBM-Genre findet ein Plätzchen. Ab „Nuraghi“ geht es dann doch wieder mehr in Richtung Ritual, wobei ich immer noch den kraftvollen EBM-Drang EBM wahrnehme, aber nun mit leichten Anklängen zu HAUJOBB. Was mir besonders gut gefällt, ist die filigrane Arbeit, Klänge und Stimmungen werden minutiös aufeinander abgestimmt und losgefeuert, das Timing ist einfach perfekt. Der gehauchte Gesang vollzieht eine Art Beschwörungs-Ritual, das einen in Hypnose versetzt und von unsichtbarer Hand mittanzen lässt. Bei „Ananda“ wird man langsam durch „Bongotrommeln“ in dessen Innenwelt gezogen und ab der Mitte kommt es zur epochalen Entladung der angestauten Energie, verrückter und abgefahrener wird man schwerlich von emotional rhythmischer Musik verzaubert werden können. „Telurian“ macht noch mal eine kleine Kehrwende in Richtung Tribal plus Drum n Bass und zeigt tatsächlich die Qualitäten, die man von HAUJOBB Veröffentlichungen kennt. Mit „Momentum II“ wird noch einmal heftig Gas gegeben und präsentiert wieder die FRONT 242 Seite, aber hier gibt es ein paar Schwächen, wie man es von den Vorbildern kennt, wenngleich noch ein wenig mehr Rave eingewoben wurde.

Trotz alledem, THIS MORN’ OMINA sind immer noch genial und in meinen Augen eine Klasse für sich, egal was sie machen, es passiert mit viel Bedacht und Fingerspitzengefühl, das besonders beim Genuss per Kopfhörer zur Geltung kommt, denn dann werden die räumlichen Spielereien erst entlarvt. 5 Songs, 4.5 tolle Klangperlen, hier lohnt sich der Kauf und erweitert jede Plattensammlung um ein Vielfaches.

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