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THRESHOLD OF PAIN - Abysstories

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Artist THRESHOLD OF PAIN
Title Abysstories
Homepage THRESHOLD OF PAIN
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Bereits im vorletzten Jahr erschien die „Abysstories“-EP der NRW-Metaller THRESHOLD OF PAIN, deren Mitglieder in Brilon, Köln und Münster beheimatet sind, doch da die auf 100 Stück begrenzte Auflage mittlerweile komplett vergriffen ist, machte sich der Vierer die Mühe, eine frische, neu designte Version aus dem Boden zu stampfen. Das spricht zumindest schonmal deutlich für die Jungs, zumal das nicht der einzige kleine Erfolg in der kurzen Historie ist. Bereits auf zwei Samplern mischte man mit, wobei einer der beiden sogar aus Litauen stammt. Das zweite Projekt hört auf den Namen „NRW Allstars“ und wurde von niemand geringerem als Basser Marcel höchstselbst ins Leben gerufen. Auch ihre Gigs richten sich TOP zum Teil selber ein. Ambitionen werden hier anscheinend ganz groß geschrieben.

Außer dem schicken schwarzweißem Cover bietet die Neuauflage allerdings keine weiteren Extras; wer die Scheibe also bereits sein Eigen nennt, verpasst hier eigentlich wenig. Wie gehabt pusten einem die acht Stücke eine halbe Stunde lang die volle Ladung Death und Thrash um die Ohren. Das Endprodukt klingt allerdings nicht pur nach Oldschool, da man die schweren Riffs in einem flotten Punk-Tempo antreibt und damit eindeutig in der Moderne angekommen ist. „The Art Of Carnage“ oder das gleich darauf folgende „Shadow“ lassen ganz deutlich die hardcorige Seite des Soundgewands hervortreten. Groovige Metal Phasen sowie Sänger Alexander Myritz Growls heben sich im Gegenzug von dem Gerüst ab. Die komplett andere Seite der Macht offenbart sich in Titeln wie dem konstant thrashigen „One More Reason To Die“. Man langt zwar in angemessener Manier zu und lässt ordentlich die Mähne wehen, dafür zeigt sich in dem verwaschenen Endteil die schwache Seite der Produktion. Wenn die Jungs schon mit voller Instrumentur auffahren, sollte die Geschichte möglichst nicht in einem unschönen Soundmatsch verschwinden. Für den aktuell anstehenden Longplayer ist da noch mächtig Luft nach oben. Des weiteren kann man mit dem schmutzigen Rockrefrain von „Dead Or Alive“ und einer zweiten Thrashwalze in Form von „Stillbirth“ wieder ein paar Punkte auf dem bandeigenen Konto verbuchen. Weniger gut klingt hingegen „Open Fire“. Mit Schlachtfeld-Sampels und abgedroschener Kriegsthematik bedient man ohnehin schon zu offensichtlich das Metal-Klischee, und schließlich setzt man dem Ganzen mit stumpfestem Geholze, obwohl im Mittelteil eine frische Solo-Brise daherweht, allererster – oder letzter – Sahne die Krone auf. Ebenso heiter wird beim einminütigen Rausschmeißer „T.O.P.“ auf den Fellen rumgeprügelt. Kettensägen und ekliges Gehuste deuten aber darauf hin, dass der Track als Spaß zu verstehen ist. Haha.

Mit einigen Verbesserungsmöglichkeiten in Punkto Sound und Abwechslung blicke ich zuversichtlich auf das kommende Album. Immerhin macht die EP Spaß und zeigt stellenweise, dass die Jungmetaller noch mehr zu bieten haben, als sie hier im Gesamtpaket offerieren. Ein verdientes Plus gibt es außerdem für Engagement und eine ernste, ambitionierte DIY Einstellung. Moderne Deather und Thrasher können TOP durchaus mal antesten.

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