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THYRFING - Farsotstider

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Artist THYRFING
Title Farsotstider
Homepage THYRFING
Label REGAIN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

Da sind die Schweden wieder. Und irgendwie ist diese Band mal wieder so ein spezieller Fall… “Urkraft” fand ich damals richtig gut. Dafür ist “Vannsinnesvisor” komplett an mir vorbei gerauscht. Nun hab ich das neue Werk vor mir liegen, und ich bin wirklich mehr als nur angetan!

„Times of Plague“, wie das Scheibchen übersetzt heißt, kommt wirklich verdammt heavy daher, groovt wie Hölle und geht richtig schön in die Nackenmuskeln. Es tut echt gut, mal wieder eine Death Metal-Scheibe zu hören, die nicht in einem durchhämmert oder den Doublebass-Weltrekord toppen will. So überzeugt schon gleich der Opener „Far at Helvete“ durch relativ einfache Eingängigkeit. Treibende Groove-Riffs, einfaches Drumming, atmosphärische Keys und ein ausdrucksstarker Sänger. Im Mittelteil wird einmal kurz das Tempo angezogen, um dann gleich wieder im Midtempo weiter zu grooven. Nicht spektakulär, aber ein äußerst gefälliger Einstieg. Beim folgenden „Jag Spar Fördärv“ wird es dann zum ersten Mal wieder so richtig Viking-mäßig. Melodische Riffs und atmosphärische Keyboard-Melodien, wie man sie von den frühen AMORPHIS kennt, wechseln sich mit modernen treibenden Passagen ab, und im Refrain wird die energische Stimme von Thomas noch von cleanen Backings unterstützt. Besonders deutlich kommt dieses Viking Metal-Merkmal bei „Höst“ zum Zuge. Zunächst groovt der Song wieder ordentlich nach vorne, um im Refrain dann richtig schwedisch loszugrölen. Entweder singen die Schweden vom Saufen oder vom in den Krieg ziehen. Das kann ich aufgrund der durchweg schwedischen Texte leider nicht nachvollziehen, aber es macht auf jeden Fall Spaß.

Zwischen den ganzen AMON AMARTHs und FINNTROLLs der heutigen Zeit tut es richtig gut, ein Album zu hören, das einerseits heavy wie Sau ist, aber vor allem groovt, dass es eine wahre Freude ist. Dazu sind THYRFING authentisch wie kaum eine andere Nord-Band, denn ihre Folk- und Mystic-Einflüsse sind einerseits gut zu erkennen, werden aber nicht so aufgesetzt in den Vordergrund gestellt, wie es so viele andere Bands vormachen. Hier dominieren wirklich die Songs an sich. Diese sind zwar nicht unbedingt innovativ, können aber durch die engagierte Darbietung und den amtlichen Sound mehr als überzeugen und sind in den brutalen VÖs der letzten Monate eine wirkliche Wohltat. Daher alle vorhandene Daumen nach oben für „Farsotstider“!

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