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TIBURSKY - Back To Komo

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Artist TIBURSKY
Title B
Homepage TIBURSKY
Label KITCHEN RECORDS
Leserbewertung
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7.8/10 (14 Bewertungen)

Es ist gerade mal ein paar Monate her, da haben wir Euch „Not Quite Bohemian” von TIBURSKY vorgestellt und jetzt kommt bereits der nächste Streich von Mastermind Johannes Tibursky. Er trägt den Namen „Back To Komo“ und umfasst 14 neue Songs, die es in sich haben.

„Back To Komo“ ist das gefürchtete zweite Album und muss sich an einem wirklich gelungenen Solo-Debüt messen lassen. Aber es scheint ganz so, als sprudelten die wunderbaren Kompositionen nur so aus ihrem Urheber heraus. So fesselt bereits der Opener „Need“ mit TIBURSKYs eindringlicher Stimme, die besonders bei diesem Song an DAVID BOWIE denken lässt, ehe „Butterfly“ nach diesem aufgeräumten Start bittersüße Melancholie verströmt. Elektronische Versatzstücke zeichnen das magische „Medicine“ aus, welches sich blitzschnell im Hirn festsetzt und zum Tanzen animiert, um beim melodiösen „State Your Case“ in den Handclap-Modus zu wechseln. Ein wenig rockiger geht’s da bei „Not Like Movies“ mit verzerrtem Gesang und flotten Langäxten zur Sache, während „Blind“ sich rhythmusbetont in Orgelharmonien stürzt. Mit viel Tempo und einem kleinen Hauch Bono (U2) in der Stimme schließt sich von weiblichen Gast-Vocals begleitet „A Thousand Angels“ an, ehe der „West End Morning“ mit Sprechgesang von John Carroll begrüßt wird. Der klassische Akustik—Langaxt-Beitrag darf natürlich nicht fehlen und kommt in Form des gefühlvollen „Somewhere Something“ daher, bei dem auch ein Cello mit von der Partie ist. Auch der Desperate Man“ zeigt sich von seiner weichen Seite und gefällt mit einer melancholischer Instrumentierung vom Feinsten, die weiterhin beim folgenden Spirit“ Verwendung findet, wenngleich dieser Track durch die zusätzlichen Keys ganz anders klingt. Elektronische Tastenspielereien gibt es zudem bei „Inside“, einem Stück, das gekonnt mit verschiedenen Tempi spielt, wohingegen bei Reasons“ vor allem die wabernden Soundstrukturen für Aufmerksamkeit sorgen. Zu guter Letzt erklingt vom knackigen „A Thousand Angels“ noch der KITCHENBOB-Remix, der für die Dancefloors ein Feintuning mitsamt spanischem und englischem Gesang erhalten hat, für den wie bei der Vorlage Pamela Ruiz zuständig war.

„Back To Komo“ zeigt weder Längen noch sonstige Schwächen und ist ein würdiger Nachfolger des Erstlings. Das Einzige, was weiterhin auf sich warten lässt, sind Live-Dates. Scheint ganz so, als wäre Johannes Tibursky eher ein Mann des Studios als einer der Bühne. Was er da in den vier Wänden seines Kitchen Records Studios fabriziert, hat allerdings Hand und Fuß. Mehr davon!

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