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TIM THOELKE - Böse See

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Artist TIM THOELKE
Title Böse See
Homepage TIM THOELKE
Label NOISE APPEAL RECORDS
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Beim Namen TIM THOELKE muss ich als erstes an den Showmaster Wim Thoelke denken, der von 1974 bis 1992 im Zweiten die Quizsendung ‚Der große Preis‘ moderierte. TIM THOELKE, Jahrgang 1972, könnte sich bei der Wahl seines Künstlernamens durchaus an dem 1995 verstorbenen Quizmaster orientiert haben. Gebürtig heißt der DJ, Moderator und Musiker, der in und um Hannover aufgewachsen ist und seit 2002 in Leipzig lebt und seit 2011 Stadionsprecher von RB Leipzig ist, Tim Hespen, aber auch in Hespen schlägt ein Quizmaster-Herz, immerhin moderiert er bereits seit 2004 das monatliche Quizshow-Format ‚Riskier Dein Bier‘.

Mit alldem hat TIM THOELKEs Debüt-Album „Böse See“ allerdings wenig zu tun. Vielmehr führt der 49-jährige seine Zuhörer auf eine musikalische Seereise, die über beschauliche Küsten zu den Docks und in schmuddelige Hafenbars führt. Er sticht gemeinsam mit dem friesischen Multiinstrumentalisten Tim Gressler in See, trifft auf Walfische, Perlenfischerinnen und Fabeltiere, erleidet Schiffbruch und gemeinsam enden sie schließlich im arktischen Packeis („Der letzte Tote der Erebus“). Mein Highlight unter den acht Liedern ist gleich der Opener „Die schwarze Katze“, bei der es sich um die schummrige Hafenkaschemme der schönen Katinka handelt, die gemeinsam mit dem alten Akkordeonspieler Julius zum Schunkeln einlädt. Was Gressler drauf hat, beweist er beispielsweise beim groovenden Blues „Die Silberhochzeit“ und auch „Meister Adebar“ geht alsbald ins Bein, während „Die Ballade vom treuen Fischer“ und die „Strandräuberballade“ mit reduzierter Instrumentierung zum Zuhören einladen. „Kein Seemannsgarn“ spinnt TIM THOELKE beim gleichnamigen Song? Natürlich wird auch hier gelogen, dass sich die Balken biegen, ganz so, wie es auch bei Käpt’n Blaubär der Fall wäre.

Mit dem blauhaarigen Gefährten von Hein Blöd hat TIM THOELKE mit „Böse See“ außer seiner Vorliebe fürs besagte Seemannsgarn und einem Hang zum Meer auch das sonore Organ gemeinsam. Allerdings ist es weniger Käpt’n Blaubärs Synchronstimme Wolfgang Völtz, sondern der Hamburger ACHIM REICHEL, der mit seinem Hang zum Shanty in gewisser Weise als Parallele zu nennen wäre.

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