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TIM VANTOL - Better Days

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Artist TIM VANTOL
Title Better Days
Homepage TIM VANTOL
Label UNCLE M
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Zieht es nicht eigentlich alle Leute – insbesondere diejenigen, die künstlerisch tätig sind, nach Berlin? Wahrscheinlich hat der gebürtige Niederländer TIM VANTOL dort auch schon gelebt, aber sein place to be liegt jetzt in Bayern, 800 Meter über Null in Berchtesgaden. Glücklicherweise widmet er sich nun aber nicht bayerischer Volksmusik, sondern macht immer noch knackigen Akustik-Punkrock.

Eben erst ist sein viertes Album „Better Days“ erschienen und gleich der erste Song „No More“ beweist, dass es dem Singer-Songwriter gutgetan hat, den stressigen Trubel der Großstadt hinter sich zu lassen. Raubeinig wie immer feiert der Mann das Leben, das es nicht immer gut mit ihm meinte und in der Vergangenheit für so manche dunkle Stunde sorgte. Vielleicht findet sich auf der Platte deshalb auch das optimistisch-beschwingte „Tell Them“, das dazu auffordert, Familie und Freunden öfter zu sagen, wie wichtig sie einem sind. Der gut gelaunte Titeltrack „Better Days“ übernimmt mit jeder Menge Drive und Temperament und auch „A River Full of Reasons“ überzeugt mit krachenden Gitarren und einem entwaffnenden Moll-Akkord, der einfach zu Herzen geht. Dies gilt erst recht für das nachfolgende „Haven’t Your Learned“, das leisere Töne mit einer dezenten Country-Note anschlägt. Beschwingt übernimmt derweil „Forgiveness“, bevor „Today“ mit reduzierten Mitteln zum Nachdenken anregt. Ab durch die Mitte geht‘s im Anschluss mit dem druckvollen „5 Inch Screen“ und so in Stimmung gebracht kann wirklich jeder bei „You Will Never“ mitsingen. Der Song taugt wahlweise als Trink-, Fußball-, Weihnachts-, Liebes- oder Protestsong und sprüht nur so vor Energie, die beim finalen „It’s Gonna Hurt“ in eine ‚Ode an den Schmerz‘ (Tim über das Lied) verwandelt wird. Viel mehr als seine rauchig-warme Stimme braucht der Mann dazu gar nicht, um sehr überzeugend zu klingen.

Dabei verfolgt TIM VANTOL mit den zehn Songs auf „Better Days“ das Ziel, den Leuten zu erzählen, wie gut es ihnen gehen soll. Tatsächlich explodiert der Silberling fast vor Lebensmut und es macht zudem schlicht Spaß, dem Mann, der mich immer an einen äußerst gelungenen Hybriden aus CHUCK RAGAN und FRANK TURNER erinnert, zuzuhören.

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