| Artist | TIMBREROOTS |
| Title | Heartbeat Chronicles |
| Homepage | TIMBREROOTS |
| Label | EIGENPRODUKTION |
| Leserbewertung |
Benedikt Sanoll, auch bekannt als Bene, ist der kreative Kopf von TIMBREROOTS und fungiert als Singer-Songwriter und Fingerstyle-Gitarrist. Er verfasst die Songtexte und legt die Grundlagen für viele Songs, die dann gemeinsam mit den anderen Bandmitgliedern zu vollständigen Musikstücken ausgearbeitet werden. Zur Band gehören Benes Bruder Philipp, der sich den Percussion-Instrumenten verschrieben hat, Vinci, der E-Bass und Saxofon spielt, Sebi, der in die Saiten von Gitarre und Banjo greift und Simon, der für Klavier, Akkordeon und Synthies verantwortlich zeichnet. Abgesehen vom 35-jährigen Philipp sind die Herren durch die Bank 28 Jahre alt. Alle Fünf sind klassisch ausgebildete Musiker, kommen aus Bozen und sorgen mit vereinbarten Kräften für den Gesang. Stilistisch kann man die 2019 gegründeten TIMBREROOTS zwischen Indie-Folk, Alternative Rock, Americana und Brit Pop verorten.
„Heartbeat Cronicles“ erzählt fein instrumentiert persönliche Geschichten von Selbstbetrug und Isolation, aber auch von Selbsterkenntnis und Verbundenheit. Das Album enthält sieben Lieder, die auf eine emotionale Reise mitnehmen und ein Fest für jeden Indie-Folk-Fan sind. „My Own Bubble“ beginnt mit eingängigen Melodien, die man gleich mitsingen möchte, bevor „Madness“ eine gewisse Dramatik ins Spiel bringt und „Colorful Timbres“ leise, sehr gefühlvolle Töne anschlägt. „There’s Still Light“ übernimmt auf ähnliche Weise, entwickelt sich jedoch fast zu einem Shouter. „Different Light“ strahlt eine gehörige Portion Stärke, aber auch Verletzlichkeit aus, wohingegen „The Tune We Hum“ vor Energie strotzt und „Heartbeat“ für ein wunderschönes und abwechslungsreiches Akustik-Instrumental-Finale sorgt.
Wer auf die Musik von BEN HOWORD, BON IVER und JACOB COLLIER steht und MUMFORD & SONS ebenso feiert wie THE LUMINEERS, wird TIMBREROOTS und „Heartbeat Chronicles“ lieben. Die Tracks sind auf angenehme Weise unspektakulär und schlicht und ergreifend schön. Lediglich den Umstand, dass der Silberling bereits nach nicht mal 28 Minuten endet, könnte man den Südtiroler Burschen vorwerfen.

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