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TO/DIE/FOR - Samsara

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Artist TO/DIE/FOR
Title Samsara
Homepage TO/DIE/FOR
Label MASSACRE
Leserbewertung
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2.8/10 (10 Bewertungen)

Eine ganze Weile war es still um die finnischen Gothic-Rocker, aber im letzten Jahr ging es mit neuer Besetzung und frischer Power wieder los. An der Richtung hat sich nicht viel geändert, und die Elemente, mit denen TO/DIE/FOR schon immer punkten konnten, sind nach wie vor reichlich vorhanden: Schön dunkle Gothic-Gitarrenriffs, viel Energie und knackiger Gesang.

Jedenfalls beginnt „Samsara“ schon einmal mit einem echten Kracher: „Kissing The Flames“ hat alles, was ein ordentlicher Goth-Metal-Song braucht, vor allem hinsichtlich Gitarre und Vocals. Auf ganzer Länge geht allerdings einiges an Druck verloren, und wenn es etwas langsamer wird, zeigen sich zunehmend die Schwächen dieser Platte, die mit IGGY POPs „Cry for Love“ auch wieder ein Cover enthält. Zwar geht es bei „Damned Rapture“ mit schöner Sixties-Orgel und orientalischer Percussion ganz originell los, aber damit diese filigranen Elemente richtig zum Tragen kämen, dürfte man sie dann eben doch nicht mit Brachialgitarren niederknüppeln. Denn auch wenn die Umsetzung wirklich gut gelungen ist und die Produktion schön kraftvoll und satt klingt, sind die Songs an sich nicht immer richtig überzeugend. So eine Akustikballade wie „Death Comes In March“ ist nicht schlecht, keine Frage, aber auch kein Ausbund an Innovation und Einfallsreichtum – und auch zuckersüße Hymnen mit Frauenchören, fiesem Synthisolo und richtig großem Pathos wie „Folie A Deux“ sind nicht gerade neu (und egal wo herzlich überflüssig). Da freut man sich, wenn dann mit „Love’s A Sickness“ wieder richtig kantig gerockt wird. Von epischen Rock Tracks dieser Couleur hätte das Album insgesamt ein paar mehr gebrauchen können.

Da stimmt dann der Rausschmeißer „Someday Somewhere Somehow“ mit seinem wunderschön klagenden Gitarrensolo wieder ein bisschen versöhnlich, denn der hat trotz einiger spaßiger Prog-Rock-Vocoder-Experimente genau den Biss, den man sich hier durchgängig gewünscht hätte. Insgesamt liefern TO/DIE/FOR solides Handwerk ab, und wer gepflegten Gothic-Rock ohne allzu viele Schnörkel mag, der wird diese Platte sicher auch gern hören. Ein Meilenstein ist „Samsara“ aber bei weitem nicht geworden.

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