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TO THE RATS AND WOLVES - Neverland

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Artist TO THE RATS AND WOLVES
Title Neverland
Homepage TO THE RATS AND WOLVES
Label KARMA RECORDINGS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Gäbe es noch das AREA 4 in Lüdinghausen, wäre ich mir sicher, dass TO THE RATS AND WOLVES dort neben diversen Core-Kapellen auf der Bühne ständen. Leider ist das Festival bereits seit 2012 Geschichte, aber wer in diesem Jahr beim Summer Breeze dabei ist, wird Gelegenheit haben, die Trancecorer aus Essen live zu erleben. In 2014 gab’s die Möglichkeit gleich mehrfach als Support für HER BRIGHT SKIES, IWRESTLEDABEARONCE und ESKIMO CALLBOY. Wenn man eine Schnittmenge aus der Mucke der Kollegen aus dem benachbarten Castrop-Rauxel und dem Deathcore von WE BUTTER THE BREAD WITH BUTTER bildet, hat man ziemlich genau den Style des 2012 gegründeten Sechsers TO THE RATS AND WOLVES, der am 01.05.2015 sein Langspiel-Debüt „Neverland“ gab.

Zu bieten hat der Silberling 35 hochenergetische Minuten, die sich auf zehn Songs verteilen und einen abwechslungsreichen Mix aus Metalcore, Electro, Punk und Pop durch die Boxen schicken. Den Anfang macht das knackige „Suburban Romance“, bei dem die beiden Sänger Dixi Wu und Nico Sallach für cleane Vocals und heftiges Gegrowle sorgen, während die vierköpfige Instrumentalfraktion ordentlich Dampf macht. In ähnlicher Weise schließt sich– verbunden mit dezenten Dance-Elementen – auch „Wild At Heart“ an, ehe „Dead By Dawn“ ein wenig vom Gas geht, ohne es dabei am nötigen Druck mangeln zu lassen. Mit „Blvckout“ (kein Schreibfehler!) setzen die Jungs aus dem Pott ihre Trancecore-Reise eingängig fort und auch das nachfolgende „Revolution“ geht mit viel Schmackes ins Ohr. Fast schon hymnischen Mainstream offeriert derweil „Roadsick“, bevor es nach der kurzen „Interlude“ mit „Schoolyard Warfare“ erneut in die Vollen geht. Für „Kill The DJ“ tritt schließlich Sebastian „Sushi“ Biesler von ESKIMO CALLBOY auf den Plan und gemeinsam heizt man den mit dem Tod bedachten Plattendrehern amtlich ein. Am Ende werden TTRAW dank „Ghosts“ noch mal geradezu sentimental – auch ein Trancecorer hat schließlich Gefühle.

Dass zwei scheinbar widersprüchliche Genre wie Techno und Metalcore durchaus zusammenpassen können, haben insbesondere ENTER SHIKARI aus Great Britain bereits ausführlich bewiesen. Auch TO THE RATS AN WOLVES verstehen ihr Handwerk und versprühen auf „Neverland“ zudem jede Menge Spielfreude, weshalb man die Band unbedingt auf dem Radar behalten sollte!

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