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TODTGELICHTER - Apnoe.

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Artist TODTGELICHTER
Title Apnoe.
Homepage TODTGELICHTER
Label AURAL MUSIC/ CODE 666
Leserbewertung
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8.2/10 (5 Bewertungen)

Schon mit „Angst“ war klar, dass TODTGELICHTER wohl nicht wieder in Richtung purer Black Metal gehen würden. Mit dem Einstieg von Neu-Sänger Tobias und Basser Chris geht man nun den nächsten Schritt. Dieser vernichtet zwar nicht völlig die Wurzeln, macht diese aber nun zu einer der kleineren Facetten im Sound der deutschen Band.

Dabei gehen die Hamburger auf „Apnoe“ sehr klug vor. So schließen Opener „Embers“ und das folgende „Lights of Highways“ am Sound von „Angst“ an. Getragener, rauer Post Rock/ Metal mit klaren Strukturen und gelungenem Wechselspiel von Tobias‘ energischen und cleanen Vocals, sowie Martas klarer Stimme. Dies wird bei „Expectations“ fortgeführt, wobei dieser Track trotz kraftvollem Einstieg noch deutlicher in Richtung Post Rock tendiert und vor allem durch die tolle Performance von Tobias und Marta lebt! „Kollision“ markiert dann ein ziemliches Break. So geht dieser Track mit seinen elektronischen Tribal-Sounds eher in die Ambient/ Soundtrack-Schiene und wird so manch einem eh schon überraschten Fan noch mehr verwirren. Doch war dies nur ein Zwischenspiel, denn das passenderweise „Beyond Silence“ betitelte Stück rockt wieder mehr. Dabei ist „rockt“ schon richtig formuliert, geht diese Nummer in die Gothic Rock-Richtung, wird dabei von der starken Performance von Daniel Brennare (LAKE OF TEARS) veredelt, offenbart dabei allerdings auch einige überraschende Ecken und Kanten. „Odem“ rangiert dann in proggigen Gefilden, während das jazzig-lässige „Until it all begins“ ein wahres Highlight nicht nur für Sängerin Marta, sondern fürs gesamte Album markiert. Der Deutsch Rock-Track „Tiefer Fall“ fällt dann wortwörtlich etwas aus dem Rahmen und passt mit seinen geschwollen klingenden deutschen Texten und seiner Möchtegern-Ohrwurm-Attitüde so gar nicht ins Bild. Das wieder deutlich angeschwärzte Finale „Torn“, das mit einem wahren klasse Mittelteil inkl. cleanen Vocals von Tobias glänzt, lässt dann wieder ein Fragezeichen zurück…

TODTGELICHTER lassen sich wahrlich nicht beirren und gehen ihren Weg. Dieser ist vielseitig wie nie und spielt trotz der sehr vielen Facetten wunderbar zusammen. Großes Kino ist dabei die Kombination von Marta und Neu-Sänger Tobias, der mit einer immensen Vocal-Reichweite beeindruckt. Dennoch weiß man am Ende von „Apnoe.“ wiedermal nicht, wo die Reise der Band hingehen wird. Aber gerade das kann ja auch ein großer Pluspunkt sein, bleiben Fans so aufmerksam und neugierig. Ich werde dies auf jeden Fall sein!

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