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TOMBSTONED - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TOMBSTONED
Title s/t
Homepage TOMBSTONED
Label SVART RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.5/10 (2 Bewertungen)

Vielleicht sollte man nicht allzu lang auf das Cover des selbstbetitelten TOMBSTONED-Albums schauen. Könnte sein, dass die Schwarz-Weiß-Muster auf Dauer doch ein wenig verwirrend wirken. Die drei Finnen Jussi (Gitarre, Synthesizer & Gesang), Akke (Drums) und Olavi (Bass) knüpfen mit ihren doomigen Retro-Rock-Klängen durchaus genau dort an und wenn die Herren auf ihrer Facebook-Seite schreiben: „When the smoke cleared in the spring of 2010, Tombstoned appeared“, könnte das zweifellos auch süßlicher Rauch gewesen sein…

Als weitere Zutaten darf man dem Trio aus Helsinki Stoner- und Psych-Rock ins Stammbuch schreiben, dazu einen Hauch Dark Wave und auch gewisse BLACK-SABBATH- und HAWKWIND-Referenzen sind nicht von der Hand zu weisen. Es scheppert ordentlich im Karton, wie schon der Opener „Through Days“ mit dommigen Riffs unter Beweis stellt. In diesem Sinne schließt sich auch das hypnotische „Daze of Disintegration“ an, bevor „Rat Race“ vortrefflich aus den Boxen grummelt. Trockener Wüstensand umweht „The End“ und lässt an KYUSS denken, nur dass hier kein John Garcia am Mikro steht, sondern eher Robert Smith von THE CURE. Ein wenig uninspiriert wirkt hingegen „Faded“, dem etwas mehr Struktur gut getan hätte, bevor die Nordmannen zum „Last Waltz“ bitten. Auf Gesang verzichten die Herrschaften an dieser Stelle zunächst und verpassen ihrem gut zehnminütigen Ausputzer stattdessen ein wenig Americana-Melancholie, die zwischen NEIL YOUNG und WOVEN HAND changiert.

Ich bezweifle, dass die TOMSTONED-Members schon auf der Welt waren, als die Mucke, die sie sich auf die Fahnen geschrieben haben, ihre Hochzeit erlebte. Aber offensichtlich haben sie die Doom- und Space-Rock-Platten der frühen Siebziger aufmerksam gehört und kochen jetzt ihr eigenes Retro-Süppchen, das an der einen oder anderen Stelle noch ein bisschen Würze vertragen könnte, jedoch als solide Hausmannskost durchaus schmeckt.

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