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TOMMY AND THE TELEBOYS - Bits And Pieces, Poorly Explained

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Artist TOMMY AND THE TELEBOYS
Title Bits And Pieces, Poorly Explained
Homepage TOMMY AND THE TELEBOYS
Label NOISOLUTION
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Vor zwei Jahren haben TOMMY AND THE TELEBOYS ihr Debüt „Gods, Used, In Great Condition“ veröffentlicht, jetzt legen die Herren aus Berlin, Halle und Mainz mit „Bits And Pieces, Poorly Explained“ fast schon gewohnt wild nach. Von Genre-Schubladen will der Vierer nichts wissen, der Sound mäandert irgendwo zwischen Garage Rock, Kraut, Psychedelia, Fuzz, Post-Punk und Electronica – jeder der elf Songs ist eine stilistische Überraschung.

Das eröffnende „Bob Ross“ kündigt sich zunächst ganz harmlos an, um dann jedoch ebenso hypnotisch wie flirrend in die Vollen zu gehen. „Thumbnail“ übernimmt mit treibenden Melodien und allerlei Spielereien, bevor „Everyday“ als fröhliches Liedchen startet und alsbald zum ausgewachsenen Rocker mutiert. Derweil schrammelt sich „Deceiver“ unaufgeregt ins Ohr, ehe man sich dank „Carl McPautney“ kopfnickend in einer Garage wiederfindet und „Atmen“ als bedrohlicher Headbanger mit deutschen Texten ums Eck kommt. „OK Hole“ verbindet Folk mit Garage-Psych, während „Date“ gemeinsam mit der Kasseler Indie-Kapelle BACHRATTEN temperamentvollen Post-Punk mit psychedelischen Versatzstücken zum Besten gibt. „Trypophobia“ (bezeichnet übrigens einen starken Ekel oder ein unangenehmes Angstgefühl beim Anblick von Mustern aus vielen kleinen Löchern, Punkten oder Blasen, z.B. bei Bienenwaben oder Schwämmen) kommt im Vergleich zur beschriebenen Aversion vergleichsweise eingängig und absolut tanzbar daher, wohingegen „Standby“ langsam in die Gehörgänge kriecht. Bleibt noch „Pretty Nice To Meet You“, das irgendwo zwischen Krautrock, Noise und Rock’n’Roll von einer flüchtigen Begegnung erzählt.

TOMMY AND THE TELEBOYS bleiben sich auch bei ihrem zweiten Streich treu und unberechenbar. Ein ungestümer Mix voller Spannungen und Überraschungen, der mit „Bits And Pieces, Poorly Explained“ alles andere als schlecht serviert wird.

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