Band Filter

TOMORROW’S RAIN - Hollow

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TOMORROW’S RAIN
Title Hollow
Homepage TOMORROW’S RAIN
Label A.O.P. RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Nachdem TOMORROW’S RAIN in den letzten zwei Jahren intensive Shows mit Acts wie PARADISE LOST, KREATOR, TRIBULATION, SWALLOW THE SUN, DRACONIAN, ROTTING CHRIST, TIAMAT und ORPHANED LAND gespielt haben, folgte im September mit „Hollow“ das Langspiel-Debüt der Israelis. Auf dem Zettel haben die sechs Jungs aus Tel Aviv einen Mix aus Eighties Gothic Rock/Post Punk und Doom-/Death Metal.

Für die neun Songs haben sich die Herrschaften jede Menge Gastmusiker eingeladen. So sind beim Opener „Trees“ Shlomi Bracha am elektrischen Sechssaiter und Yossi Sassi an der Bouzuki-Gitarre zu hören. Im Übrigen gibt es zu Beginn Kinderstimmen auf die Ohren und amtlichen Doom-Metal, mit dem auch Fronter Yishai Sweartz seine Growler-Qualitäten unter Beweis stellen kann. Das emotionale „Fear“ übernimmt mit Aaron Stainthorpe (MY DYING BRIDE) am zweiten Mikro, während „A Year I Would Like To Forget“ im Alleingang Druck macht. Das opulente „In The Corner of A Dead End Street“ mit Greg Mackintosh (PARADISE LOST) an der Zusatz-Langaxt und Vokalist Sakis Tolis (ROTTING CHRIST) zählt zu den Highlights der Platte. Derweil findet das epische „Misery Rain“ gesangliche Unterstützung bei Fernando Riberio (MOONSPELL) und Mikko Kotamäki (SWALLOW THE SUN) und dürfte sowohl bei der Doom-Fraktion als auch bei den Gothic-Metallern für Verzückung sorgen. Kobi Farhi (ORPHANED LAND) und Jeff Loomis (ARCH ENEMY) veredeln das rhythmusbetonte „Into The Mouth of Madness“, wohingegen beim Stakkato-Titeltrack „Hollow“ Spiros Antoniou (SEPTICFLESH) für düsteres Gegrowle sorgt. High-End-Name-Dropping steht schließlich beim Cover der NICK-CAVE-Nummer „The Weeping Song“ an: neben Anders Jacobsson (DRACONIAN) und Kobi Farhi ist auch noch Lisa Cuthbert (ex-ANTIMATTER, ex-ÍON) zu hören, außerdem steuert Itay Franklin ein Gitarren-Solo bei. An das Original kommen die Beteiligten damit nicht heran, tendenziell ist das Ganze in Sachen Featuring sogar ein bisschen zu viel des Guten. Von ihrer akustischen Seite zeigen sich TOMORROW’S RAIN am Ende, wenn gemeinsam mit Rikki Gal noch eine stromlose Bonus-Version von „Fear“ performt wird.

Zwar ist „Hollow“ der Erstling von TOMORROW’S RAIN, seit 2002 gab es jedoch bereits die Vorgänger-Band MOONSKIN, aus der die Kapelle von Yishai Sweartz (Gesang), Raffael Mor (Gitarre), Yoni Biton (Gitarre), Yaggel Cohen (Bass), Shiraz Weiss (Keyboards) und Nir Nakav (Drums) hervorgegangen ist. Insofern haben wir es hier mit Musikern zu tun, die ihr Handwerk verstehen (wenngleich es beim Kollegen Sweartz bei den cleanen Vocals ein wenig hapert) und natürlich über 18 Jahre genügend Kontakte geknüpft haben, um sich derart prominenter Unterstützung zu versichern. Möglicherweise haben sie es damit auch ein bisschen zu gut gemeint – schließlich gilt es in erster Linie mit der eigenen Leistung zu punkten. Die ist alles in Allem aber auch durchaus hörenswert, wenn man von den bereits genannten kleinen Schwächen mal absieht.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu TOMORROW’S RAIN