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TOO PURE TO DIE - Confidence and Consequence

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Artist TOO PURE TO DIE
Title Confidence and Consequence
Homepage TOO PURE TO DIE
Label TRUSTKILL
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Man konnte ja einiges erwarten, wenn Trustkill Records sich bemüßigen, eine bereits 2006 erschienene Scheibe noch einmal zu veröffentlichen. Hört man sich das vorliegende Werk aber an, so muss man doch enttäuscht feststellen, dass auf „Confidence and Consequence“ nichts zu finden ist, was andere Bands nicht ebenfalls schon bis zum erbrechen gemacht haben. Dies will an sich natürlich nichts schlechtes heißen, denn wenn etwas lecker zubereitet ist, schmeckt das Mahl schließlich auch nach dem x-ten Aufwärmen…

Musikalisch gibt man sich ganz dem momentanen vorherrschenden „Trustkill seeks the new PANTERA“-Credo hin und kredenzt dem Zuhörer trockene metallische Riffs, die auf einem soliden Mid-Tempo Fundament ruhen. Ein Schelm, wer dabei nicht an THROWDOWN denkt… Selbst die Riffs erinnern das eine oder andere Mal an das andere Schlachtschiff von Maestro Anselmo namens DOWN. In einigen anderen Momenten aber wiederum zollen die Jungs aus Iowa den großen heimischen Vorbildern SLIPKNOT ebenfalls Tribut. In regelmäßigen Abständen gibt es ein paar Breakdowns und Chugga-Chugga Parts und der neue Sänger Paul Zurlo gibt den hardcorelastigen Schreihals. Dieser ist hauptsächlich einer der Beweggründe gewesen, die Platte neu zu mischen, denn seine Vocals wurden für dieses Release neu eingesungen. Gleichzeitig haben Matt Sepanic und Andreas Magnussen (BLACK DAHLIA MURDER) die Scheibe neu gemixt. Ob dies nun eine Steigerung gegenüber dem Original ist, vermag ich nicht zu sagen, da mir die Band bis dato unbekannt war. Jedenfalls gibt es am Sound nicht viel zu meckern, alles fließt, alles grooved. Dies ist aber der eigentliche Nachteil der Platte, denn richtige Höhepunkte sind jedenfalls nicht auszumachen. Jeder Song für sich macht eigentlich eine Menge Spaß, aber wenn selbst knapp 30 Minuten Spielzeit reichen, um die Aufmerksamkeit zu verlieren, ist dies nicht unbedingt das beste Zeichen. Abschließend findet sich auf der CD noch ein neuer Titel namens „What´s Left“. Dieser verspricht aber wiederum für die Zukunft eine durchaus greifbare gehörige Steigerung, da in dem Song sich doch einige Ideen finden lassen, die auf ein gehöriges Potential hinweisen.

Vielleicht muss sich die Band nach den ganzen Besetzungswechseln erst einmal finden und eine eigene Identität entwickeln. Ist die Band im Moment noch „Metal by numbers“ kann sie in Zukunft bestimmt noch ihre eigene Duftmarke setzen. Warten wir erst einmal die kommenden Live-Shows ab…

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