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TORGEIR WALDEMAR - Love

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Artist TORGEIR WALDEMAR
Title Love
Homepage TORGEIR WALDEMAR
Label JANSEN RECORDS
Leserbewertung
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„Black-clad, longhaired and bearded man with great songs“ schreibt TORGEIR WALDEMAR über sich selbst auf seiner Facebook-Seite. Der 45-jährige ist in Oslo zuhause und veröffentlicht mit „Love“ seine dritte Langrille. Bislang war mir der Norweger noch nicht untergekommen, aber ich weiß zu berichten, dass er für sein melancholisches, selbstbetiteltes 2014er Debüt für den Spellemannprisen in den Kategorien ‚Country‘ und ‚Newcomer‘ nominiert war. 2017 gab es eine weitere Nominierung in der Rock-Abteilung für das zweite Album „No Offending Borders“, das lauter und fuzziger war als der Erstling.

Die acht Songs auf „Love“ könnten eine Art Konglomerat aus den beiden vorherigen Platten sein. Wie gesagt, ich habe sie nie gehört, aber auf dem dritten Streich finden sich Sixties Rock, Country, Americana und nordeuropäischer Folkrock mitunter sogar in einem Song wieder. Dem Opener „Leaf In The Wind“ gelingt dieser Spagat bestens und auch das nachfolgende „Contagious Smile“ schafft es, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, die an dieser Stelle einen psychedelischen Touch mitbringt. „Truncated Souls“ wird von einem beseelter Americana-Choral eröffnet, um dann zu jazzigen Trompeten-Sounds umzuschwenken. Das kurze „Meeting The Indians“ baut perkussiv Spannung auf, um sich dann im  folkigen „Heart And Gold“ gut gelaunt fallen zu lassen. Auf der Zielgeraden lässt sich „Black Ocean“ fast 15 Minuten Zeit und sorgt abermals für viel Abwechslung und einen Ausflug in verschiedene Genres. Insbesondere psychedelische Versatzstücke gibt es hier noch einmal in unterschiedlichen Darreichungsformen auf die Ohren.

„Love“ ist stets ein schöner Titel für eine Platte. Immerhin ist die Liebe in all ihren Facetten ja unser aller Antrieb im Leben. Dass sich in dem ‚Love‘-Schriftzug des Covers zahlreiche Grabkreuze wiederfinden, mag ein Hinweis auf eine gewisse Schwermut im Herzen des TORGEIR WALDEMAR sein, die sich auch in seiner Musik niederschlägt. Das muss nichts Schlechtes sein, wie man über rund eine dreiviertel Stunde auf „Love“ nachhören kann.

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