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TORPUS & THE ART DIRECTORS - From Lost Home To Hope

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Artist TORPUS & THE ART DIRECTORS
Title From Lost Home To Hope
Homepage TORPUS & THE ART DIRECTORS
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Leserbewertung
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5.7/10 (15 Bewertungen)

Im März hatte ich bereits das Vergnügen, TORPUS & THE ART DIRECTORS live zu erleben und bei dieser Gelegenheit stand im Bielefelder Ringlokschuppen auch schon der eine oder andere Song auf der Setlist, der jetzt ganz offiziell auf dem zweiten Longplayer der fünf Hanseaten erschienen ist. Auf dem Zettel hat das inzwischen von Niebüll nach Hamburg umgesiedelte Quintett einen warmen Folk-Pop, der von Country-Einflüssen und fünfstimmigem Chorgesang geprägt ist und mal an MUMFORD & SONS und die FLEET FOXES, mal an ARCADE FIRE denken lässt.

Im Falle des Openers „The Leaving“ lassen es Bandleader Sönke Torpus (Songs, Gitarre, Gesang, Mundharmonika) zunächst ruhig angehen, um dann mit viel Emotion Druck zu machen. „Dancing Kids & Summers Laughter“ präsentiert sich unaufgeregt schön, bevor mit „Known, Seen, Jugded“ mitsamt Banjo und wunderbaren Vocals wohlige Gänsehautstimmung verbreitet wird. Die setzt sich schließlich auch bei „Known, Seen, Jugded Part II“ fort, nur dass es hier deutlich reduzierter zugeht. Zwischendrin hatten die akustischen Gitarrrenakkorde von „Steps“ bereits für Entschleunigung gesorgt, bevor „Howl“ mit dezentem Gebläse Aufmerksamkeit verdient. Schwungvoll und doch von einer gewissen Melancholie getragen, schließt sich „Fall In Love“ an und schwermütig bleibt es auch beim Titeltrack „From Lost Home To Hope“, der von Jenny Apelmos Kontrabass-Spiel eröffnet wird. Überhaupt überwiegen die leisen Töne, wie es sie auch beim verträumten „It All Falls Together“ oder dem nachdenklichen „Secret“ zu hören gibt. „Modesty/Honesty“ drängt es dann kurz vor Schluss noch einmal mit etwas mehr Schmackes nach vorn, während das „Black Harp Girl“ auf der Zielgerade wieder einen Gang zurückschaltet.

Der erste „Art Director“ war der Gitarrist Melf Petersen, der Sönkes Myspace-Seite scheiße fand und sich deshalb selbst zum Torpus-Art-Director ernannte. Folgte noch Drummer Felix Roll, mit dem man eh schon seit Teenager-Zeiten in einer Band spielte und sich eine Wohnung teilte, sowie der Multiinstrumentalist Ove Thomsen und besagte Bassistin Jenny Apelmo. Zum Fünfer gewachsen, nannte sich die Kapelle schließlich wegen eines zufällig gedruckten Plakates TORPUS & THE ART DIRECTORS und natürlich ist es Ehrensache, dass von den Postern bis zum Artwork alles selbst gemacht wird. Das Album „From Lost Home To Hope“ wurde im Übrigen bei Simon Frontzek in Berlin aufgenommen – aber selten vor 13.30 Uhr – das Quintett schläft gern aus und beginnt den Tag dann häufig mit einem ausgiebigen Kochgelage, um gut gestärkt an die Musik zu gehen, die wahrlich keine Wünsche offen lässt.

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