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TORTUGA BAR - Narcotic Junkfood Revolution

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Artist TORTUGA BAR
Title Narcotic Junkfood Revolution
Homepage TORTUGA BAR
Label VIERSIEBEN RECORDS
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Langweilig wird einem während der zwölf Songs der Ostwestfälischen Indie Rocker TORTUGA BAR schon einmal nicht, denn um dies zu verhindern, holten sich Mark Kowarsch (ehemals SHARON STONED) und Alexandra Gschossmann eine beträchtliche Anzahl Gastmusiker an Bord, die in den unterschiedlichsten Genres beheimatet sind und so fügt sich hier zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört.
 
Und wie das immer so ist, klingt „Narcotic Junkfood Revolution“ in all seiner Heterogenität wie ein Sampler, auf dem sich Licht und Schatten den Staffelstab in die Hand geben. Manchmal scheint es ganz einfach, wenn z.B. Peter Brugger, seines Zeichens Sänger der SPORTFREUNDE STILLER, das Mikro in die Hand nimmt und Angst und Schrecken verbreitet. Da kann der Song an sich gar nicht gut genug sein, um diese gesangliche Leistung angemessen zu kaschieren. Unerwarteterweise macht Kollege Nino Skrotzki von VIRGINIA JETZT! seine Sache sehr viel besser, so dass „Don’t Tell“ und „Columbine Community“ erfreulich hervorstechen, bei dieser durch Quantität regierten Veranstaltung. Es gibt aber auch gelegentlich einfach nur Quatsch auf die Ohren, wenn SEDLMEIRR und RUMMELSNUFF zusammen „Addicted“ intonieren und Kinderlied auf Industrial prallen lassen. Tröstlich bleibt der Gedanke, dass TORTUGA BAR mit diesem Album wohl einfach nur ein wenig vertonten Spaß veröffentlichen wollen und dass scheint soweit geglückt. Allerdings „Storm“ an vierter Stelle verströmt ganz klar die Aura der Ernsthaftigkeit, was sowohl für Evan Dando (THE LEMONHEADS, als auch GISBERT ZU KNYPHAUSEN gelten kann, denn die Beiden interpretieren eine Ballade, die ein wenig an ELLIOTT SMITH erinnert, aber leider nicht ganz dort ankommt, in der Liga der großen Lieder. Trotzdem – und vor allem, weil Balladen hier Mangelware sind – tut „Storm“ dem Album gut, denn es ist halt einfach „nur“ eine akustische Ballade zwischen kruden Klangspektakeln, die ihren Wiedererkennungswert suchen und ihn vielleicht nie finden werden.
 
Also, wer mal Lust auf einen Sampler hat, der keiner ist, und dabei die krudesten Klangspektakel bereithält, kann hier bedingungslos zugreifen.

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