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TRAM - Esmeralda

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Artist TRAM
Title Esmeralda
Homepage TRAM
Label TAP-WATER/ RADAR
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Freiburg ist eine ganz wunderbare, beschauliche Stadt im Südwesten unserer Republik. Zwar sprechen die Menschen dort einen für meine Ohren nach ein paar Tagen anstrengenden Dialekt, aber zweifellos ist die Schwarzwald-Metropole absolut lebens- und liebenswert. Spätestens seit TRAM wird bei den Badenser auch ordentlich abgerockt, denn seit Ende 2007 gibt’s dreckigen Rock’N’Roll – ehrlich, direkt und mitten in die Fresse – des Freiburger Quartetts auf die Ohren, das sich weniger nach Urlaubs- und Trachtenidylle denn nach skandinavischem Rotzrock mit Aussie- und Southern Rock-Anleihen anhört.

„Esmeralda“ ist das Debüt des Vierers, der seine knapp einstündige wilde Fahrt mit treibenden AC/DC-Grooves des Openers „One Day“ startet. „In Me“ gibt kurz mit verzerrten Langäxten Gelegenheit zum Durchatmen, ehe „A Flame of Mine“ erneut in die Vollen geht. In diesem Sinne lassen es FLAME im Weiteren ordentlich krachen und machen erst gar keine Gefangenen, sondern holzen gleich mit viel Drive durch den gesamten Black Forrest. Der Sound erinnert an die schwedischen Vorzeigerocker GLUECIFER und wenn ich an deutsche Vertreter der Zunft denke, fallen mir sofort BOOZED ein, die nach ihrer geplanten Auflösung im August dieses Jahres würdige Nachfolger im Süden rekrutieren könnten. Wobei TRAM am besten sind, wenn sie ordentlich Gas geben. Das bluesgeschwängerte „High Pressure“ ist zwar nett anzuhören, aber irgendwie klingen die Burschen so, als müssten sie sich zusammenreißen, nicht doch gleich mit aller Macht loszupreschen. Sollen sie doch! Etwa wie beim instrumentalen Schrammelbrocken „Mental Dance“ und dem folgenden „Vita Bella“. Die unbändige Spielfreude der Süddeutschen ist insbesondere beim „Typical Song“ und „Ridin’“ unüberhörbar, während es zum Schluss mit „Walking With You“ noch eine entspannte Akustiknummer gibt, die die Southern Sounds noch mal ganz weit nach vorn schiebt.

Mehr als 100 Shows (u.a. mit ITCHY POOPZKID, ENTER SHIKARI, den EMIL BULLS und ZEBRAHEAD) haben TRAM bereits gespielt, in meinen Gefilden waren die Jungs dabei nur am Rande unterwegs. Ich hoffe, das ändert sich, denn ich rechne nach dem Hören dieser Konserve mit energiegeladener Frisch-Verkostung.

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