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TRIARII - Muse in Arms

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Artist TRIARII
Title Muse in Arms
Homepage TRIARII
Label ETERNAL SOUL
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.9/10 (29 Bewertungen)

Der Berliner Christian Erdmann gehört zweifelsohne zu den Shooting Stars der Martial/ Neoklassik-Szene, wenngleich er selbst diese Bezeichnung möglicherweise als zu reißerisch ablehnen würde. Dementsprechend wurde sein neuestes/ drittes Werk antizipiert wie kaum ein 2tes, Indikator hierfür auch, dass das auf 150 Stück limitierte Boxset bereits vorab ein „ausverkauft“ etikettiert bekam. Doch auch die restlichen 1850 Tonträger dürften einen Abnehmer finden, zu stark präsentiert sich TRIARII zum Ausklang des Jahres 2008. Ohne die bislang eingeschlagene Marschroute im wesentlichen zu verändern, „lediglich“ Verfeinerungen, Modifikationen haben Einzug in den Soundkosmos gehalten.

Der Opener „Birth of a Sun“ weckt auf dramatische Art und Weise Vorfreude auf das weitere Geschehen, wobei in Teilen eine gewisse Ähnlichkeit zum „Hellraiser“-Soundtrack nicht verleugnet werden kann. Der Titeltrack setzt dann auf Streicherklänge, eher intim und lieblich ausgerichtet, ganz im Gegensatz zur ansonsten sehr Pathos-durchtränkten Atmosphäre. „Europa“ ist eines der wenigen Stücke mit (Sprech-)Gesang, von Erdmann selbst intoniert. Die Inhalte dürften nicht weniger als kontrovers sein, was aber bei der Philosophie TRIARIIs nicht überraschen sollte.

„Muse in Arms“ is dedicated to all narrow minded people… who are afraid of asking questions… Art is never only left or right… Life is not that simple…

Das sorgt für eine gewisse Klarheit in der Botschaft, den Interpretationsspielraum betreten sie lieber selbst. Auch die Herren Southgate oder Klumb haben sich ja bereits ausgiebig mit dem Thema „(N)Europa“ auseinander gesetzt. Eine gewisse Faszination für pompöse Inszenierung und musikalische Allmachtsphantasien kann man „Muse in Arms“ nicht absprechen, doch handelt es sich dabei keineswegs um ein Verbrechen. Ganze Legionen wandern vor dem geistigen Auge in die blutrote Schlacht, kaum ein Sandalenfilm, der eine derartige Intensität vorweisen kann. Herausragend hier der „Fatalist“ im Mittelteil der Setlist. Ob die verwendeten Samples nun faszinieren oder abstoßen wollen? Oder möglicherweise beides? Der Denkapparat wird zumindest gefordert, es sei denn, man verwendet die Klänge als Fanal der eigenen Aggressivität. Da klingt das abschließende „Wir kommen wieder“ fast ein wenig bedrohlich…

Diese Ambivalenz in Verbindung mit den klaren Soundstrukturen sorgt für eine beeindruckende Reise durch Jahrtausende währendes Schlachtengetümmel, als die Devise noch simpel und klar war: Mann gegen Mann. Von Axel Frank und Jouni Havukainen (ISN) soundtechnisch veredelt setzt sich TRIARII nunmehr an der Spitze einer Bewegung fest, die ihr Heil in einer Art Aufbruch zur Rückbesinnung sucht. In allen Belangen „überlebensgroß“!

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