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TRIARII - Pièce Héroique

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Artist TRIARII
Title Pièce Héroique
Homepage TRIARII
Label ETERNAL SOUL
Leserbewertung
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7.6/10 (16 Bewertungen)

„Männer, die wirklich heldenhaft handeln, rühmen sich ihrer Verdienste nie. Feuer brennt lautlos und ohne Lärm scheint die Sonne.“ Mit diesem Zitat Mahâbhâratas begrüßt uns TRIARIIs Homepage, und das ist vielleicht auch der Grund dafür, dass der Urheber dieser wunderbar heroischen Musik lieber in der anonymen Dunkelheit verbleibt. Mit dem Vorgängerwerk „Ars Militaria“ konnte der „Soldat der dritten Linie“ endgültig die verdiente Aufmerksamkeit für sein Schaffen generieren, längst ist diese VÖ ausverkauft. So ist es nur rechtens, wenn ziemlich genau 1 Jahr später ein neues Geschoss aus Berlin an die sonische Front rückt. Noch anspruchsvoller, noch ambitionierter und noch ausgereifter erscheint es mir, als wenn TRIARII den eigenen musikalischen Idealen immer näher rücken würde.

Die konzeptionelle Grundausrichtung blieb wie erwartet erhalten. Das klassische Kriegshandwerk, der heroische Kampf „Mann gegen Mann“, der Heldenmut einzelner – All dies wird mit entsprechenden Klängen umgesetzt. Zum Rüstzeug zählen Military und Neoklassik-Elemente, pompöse Chöre, Streicher und Trommeln. Hier wird geklotzt und nicht gekleckert – Musik wie im Rausch kurz vor der blutgetränkten Schlacht. Dementsprechend kommen einem auch Soundtracks von Fantasyfilmen wie beispielsweise der Conan-Reihe in den Sinn, auch hier würde TRIARII sozusagen „Gewehr bei Fuße“ stehen. Echte Vocals sind eher selten zu finden, 2 mal wurden selbige in Axel Franks (WERKRAUM) Studio aufgenommen, noch interessanter ist die stimmliche Teilnahme Tomas Petterssons von ORDO ROSARIUS EQUILIBRIO. „Roses 4 Rome“ ist dann auch gleich ein Höhepunkt des Silberlings, der fast zwangsläufig nach den „Originalen“ der Schweden klingt. Interessant fürderhin eine Hommage an ein Arno Breker-Relief mit dem Titel „Kameraden“. Besagter Herr war ein berühmter deutscher Maler und Architekt, der zwar im dritten Reich einigen NS-Größen plastische Denkmäler setzte, andererseits aber auch Zeitgenossen wie Suhrkamp oder Picasso Schutz vor Verfolgung andachte. Seine Kunst stand unter dem Credo „der Verherrlichung des Menschen nach Gottes Ebenbild“. Diese Überhöhung findet man in etwas anderer Art und Weise auch auf „Pièce Héroique“ wieder.

Nimmt man die besten Neoklassik Teile von H.E.R.R. ergänzt um den frühen Militarismus vom BLUTHARSCH und einige Anleihen bei IN SLAUGHTER NATIVES (passenderweise masterte Jouni diese Scheibe auch) erhält man in etwa die Essenz des TRIARIIschen Oeuvres. Sehr kraftvoll, sehr ausdrucksstark und sehr gelungen. Eigentlich sehe ich das einzige Problem bei der Limitierung auf 999 Stück, denn die Nachfrage dürfte das Angebot bei weitem übersteigen…

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