Band Filter

TRIBAL - Corner of a Circle

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TRIBAL
Title Corner of a Circle
Homepage TRIBAL
Label FASTBALL MUSIC
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.8/10 (4 Bewertungen)

In der Schweiz ist diese Band beheimatet, die mit „Coner of A Circle“ ihren zweiten Longplayer veröffentlicht. Die Anfänge der Kapelle gehen bis ins Jahr 2001 zurück, richtig „ernst“ wurde es jedoch erst drei Jahre später und so wurde 2005 die erste Langrille „Cardboard Heroes“ in die Plattenläden gebracht. Inzwischen ist der Nachfolger im Kasten und empfiehlt sich mit 13 eingängigen, kraftvoll produzierten Songs – zumindest wenn man den Presseinfos glauben darf.

Den Anfang machen zwei recht düstere Nummern: „No More Emotions“ und „Holy“, die mit krachenden Gitarren komplettiert perfekt von Sänger Greg Bailey intoniert werden. Mit „Paralyzed“ schlagen TRIBAL ruhigere Töne an, bevor „Take Me Away“ die Langäxte jaulen lässt. Das folgende „Higher“ wurde vor zwei Jahren bereits als Single veröffentlicht und erscheint nun neben der Albumvariante als digitale Single in einer neuen Version mit drei zusätzlichen Bonustracks. Das Lied lässt sich im Stadion bestimmt Feuerzeuge und Handys schwenkend bestens mitsingen, für meinen Geschmack wäre ein bisschen mehr Schmackes allerdings nicht verkehrt. Den bringt dann umgehend der Titeltrack „Corner of A Circle“ ins Spiel, wenngleich die anfängliche Spannung nicht über die gesamte Spielzeit gehalten werden kann. „Reigns of Silence“ bedient sich sphärischer Seventies-Elemente, um „Jump Off The Bridge“ erneut Richtung Düsterrock zu bugsieren. Radiotauglichkeit beweist „Communication Failed“ und auch das schmusige „Stars“ tut trotz einiger Gitarrenstakkati niemandem weh. Offensichtlich fühlen sich TRIBAL wohl, wenn’s kuschelig ist, denn auch „Fly Across The Universe“ setzt auf große Gefühle, die diesmal einen sachten Folkeinschlag bekommen. Mich erinnert der Song partiell an CHRIS DE BURGH, weshalb ich ihn nicht unbedingt zu meinen Favoriten zählen kann. Da kommt mir „No Regrets“ gerade recht, denn es geht wieder deutlich knackiger zur Sache, wenngleich die vier Eidgenossen auch hier zwischenzeitlich wieder auf Kuschelkurs geraten. In diesem Sinne beschließt „Dangerous“ den Silberling, ohne eine wirkliche Gefahr darzustellen.

TRIBAL verschmelzen Gothic, Metal, Folk, Seventies- und Stadionrock zu einem Sound, der sich als leicht konsumierbar, aber manchmal etwas zu massentauglich erweist. Hier und da wird man das Gefühl nicht los, dass die Schweizer unbedingt für jeden was dabei haben wollen. Letztlich ist ihnen das auch gelungen, nur geht dieser Versuch, Everybody’s Darling zu sein, an der einen oder anderen Stelle zu Lasten wünschenswerter Ecken und Kanten, die der Mucke durchaus gut getan hätten. Entsprechend schwächelt „Corner of A Circle“ nach einem vielversprechenden Start unnötigerweise, dabei war kraftvoll produzierte Songs versprochen worden. Ein Versprechen, das nicht in Gänze eingelöst wurde.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu TRIBAL