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TRIBUTE TO NOTHING - Breathe how you want to breathe

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Artist TRIBUTE TO NOTHING
Title Breathe how you want to breathe
Homepage TRIBUTE TO NOTHING
Label LOCKJAW RECORDS
Leserbewertung
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8.5/10 (2 Bewertungen)

Oh Ha! Haben HOT WATER MUSIC tatsächlich schon ein Reunion-Album aufgenommen? Nein, es sind die Briten von TRIBUTE TO NOTHING, die auf deren neuen Release „Breathe how you want to breathe“ genauso intensiv zu Werke gehen, wie die mittlerweile wiedervereinigte Melancholy-Punk-Legende. Allein beim einleitenden, recht ruhig daherkommenden Titel-Song, glaubt man Chuck Ragan würde sich die Seele aus dem Leib singen. Aber die Band als HWM-Kopie abzutun, würde ihr natürlich nicht gerecht werden, denn was die Band um die drei Turner-Brothers plus Kris Stammer an der zweiten Gitarre auf ihrem mittlerweile sechsten Album abliefert, sollte jeden Emo-Post-Punk-Hardcore-Connaisseur auch ohne diese Vergleiche überzeugen.

Von der Band komplett selbst produziert finden sich auf der vorliegenden Scheibe hart rockende emotionale Gefühlsausbrüche genauso wieder wie ruhige, getragene „Ruhe vor dem Sturm“ -Phasen. Das Schlagzeug ist genauso treibend wie verspielt, die Gitarrenlinien decken das gesamte Feld von Improvisationen á la KARATE oder verspielten Licks in bester BRAID/ HEY MERCEDES Tradition ab, ohne natürlich nicht auf zünftiges Akkord-Geschrammel zu verzichten. In solchen Momenten klingen die Songs auch ganz gerne einmal nach AS FRIENDS RUST. Hymnen für den Pit wie „Day in, Day out“ fehlen natürlich auch nicht, hier sogar mit großem Background-Chor, der Männlein, Weiblein und sogar die Kleinsten nicht vergisst. So ein Song schreit natürlich nach den Bühnen der Clubs dieser kalten, grauen Welt. „Another Brick Wall“ besitzt ebenfalls eine süchtig machende Hookline, während „Whenever you´re ready or not“ fast schon mit einer CODEINEschen Langsamkeit beginnt um dann relativ verquer, aber niemals nervig, weiter zu rocken. FUGAZI oder FUEL lassen grüßen.

Man sieht also die Briten haben ein Werk abgeliefert, welches sich vor den großen Klassikern des Genres nicht verstecken braucht und trotz aller machbaren Vergleiche eine eigenständige Mischung parat hält. Und da Platten, die in diesem Bereich erscheinen, mittlerweile ja eher die Seltenheit sind, gebührt den Jungs von der Insel ein Extra-Lob, dass sie nicht auf den hemmungslos überfüllten Metal-Zug aufgesprungen sind. Man merkt der Scheibe zu jedem Moment ihre Sincerity an und TRIBUTE TO NOTHING beweisen damit, dass es noch ein Leben jenseits der heutzutage angesagten, seelenlosen, MySpace-Emo-Core-Bands gibt. Es spricht also nichts dagegen, der Band sein Vertrauen zu schenken. Wink verstanden!? Na, dann los!

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