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TRICKY LOBSTERS - The Blue Hospital Conspiracy

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Artist TRICKY LOBSTERS
Title The Blue Hospital Conspiracy
Homepage TRICKY LOBSTERS
Label NEW MUSIC DISTRIBUTION
Leserbewertung
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9.3/10 (7 Bewertungen)

Die trickreichen Hummer haben ihr Rostocker Hafenbecken erneut verlassen, um sich zu Claus Grabke (Sänger bei EIGHT DAYZ, THUMB und den ALTERNATIVE ALLSTARS) ins Studio zu begeben! 2012 sind Sarge (Gitarre & Gesang), Rawhead (Bass & Gesang) und Käppn Peters (Drums & Gesang) zwar zum Trio geschrumpft, weniger Energie legen die seit 1996 rockenden TRICKY LOBSTERS deshalb aber noch lange nicht in ihren knarzenden Sludge-Bluesrock, den es jetzt auf dem jüngsten Album „The Blue Hospital Conspiracy“ auf die Ohren gibt.

Die Herrschaften waren ja immer schon für alles zu haben, was Krach macht: In den frühen Jahren waren das Noise- und Punk Rock, später kam der Rock’n’Roll hinzu und jetzt bewegt sich der flotte Dreier auf einem schmalen Grat zwischen Seventies Glam, Blues und 90er-Jahre-Stoner, wie bereits der scheppernde Opener „Strollers“ unmissverständlich unter Beweis stellt. Mit viel Tempo und whiskeygeschwängertem Reibeisengesang schließt sich „Shakin’ Off The Heat“ an, bevor Kollege Claus Grabke das Mikro beim dreckig wummernden „Suffering Soul“ übernimmt. Die jaulende Hammondorgel auf dem krachenden „Black Soul/White Lies“ bedient derweil Sebastian „Sebel“ Niehoff – genauso wie bei der blitzschnellen „One Man Show“ und dem cool groovenden „Shapers of The Future“. Der „Little Brother“ hat keine Lust in seinem Zimmer mit Bauklötzen zu spielen und will lieber zu den Schmuddelkindern auf die gefährliche Straße, während das straighte „Conspiracy“ schlicht Druck nach vorn macht. In diesem Sinne schließt sich auch das eingängig rockende „How Not To Forget“ an, ehe „The Dark Side of The Sun“ den Tieftöner in die erste Reihe rückt und „War“ die Langäxte aufjaulen lässt, während die Rhythmusfraktion auf die Tube drückt und die rotzigen Vocals den Rest besorgen. Bleibt noch der grummelnde Ausputzer „Dust“, mit dem die Meck-Pomm-Fraktion ein letztes Mal die Gehörgänge frei pustet.

Weshalb den TRICKY LOBSTERS mit ihrer Mucke in den vergangenen Jahren der große Erfolg verwehrt blieb, ist im Grunde ein unerklärliches Mysterium. Vielleicht kochen die Jungs auch einfach lieber ihr ganz eigenes Süppchen, ohne sich Gedanken über Verkaufszahlen und die Meinung irgendwelcher Kritiker machen zu müssen. Der Weg ist das Ziel und dieser Weg ist nicht schnurgerade, sondern holprig, laut und schmutzig.

 

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