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TRIVIUM - Shogun

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TRIVIUM
Title Shogun
Homepage TRIVIUM
Label ROADRUNNER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
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Die meiner Meinung nach immer noch völlig überbewerteten Shooting-Stars der neumetallischen Szene legen mit „Shogun“ ihr viertes Scheibchen vor. Nach dem eher schwachen „The Crusade“ hatte ich nicht viel erwartet, aber „Shogun“ schlägt sogar das in der Tat geile Zweitwerk „Ascendancy“! Die Band hat sich wohl noch mal richtig auf den Hintern gesetzt und glatt eine töfte Scheibe zusammengeschustert in kürzester Zeit.

Der Opener „Kirisute Gomen“ donnert ungewohnt brettig aus den Boxen, fast schon melodic Death-Style! Über allem steht aber trotzdem die Bandeigene Melodie-Komponente. Den übermächtigen IRON MAIDEN bzw. classic Heavy Metal-Einfluß werden die Jungs dagegen wohl nie loswerden… und das ist gut so! Nicht umsonst werden die Jungspunde allerorten auch von alten Hasen schon als hervorragende Musiker gehandelt. Was sie auf dieser Scheibe besser denn je beweisen. Das eher getragene und recht lange „Torn between Scylla and Charybdis“ bietet neben teils harschen Brüll-Vocals unglaublich geile melodic Twinguitars, die nun wirklich mal herausragend sind! „Down from the Sky“ dürfte dann mal DER Tanztempelhit werden! Megatreibender Midtempobeat, Brüllalarm und enorm geiler melodischer Chorus-besser kann man das derzeit im Genre nicht fabrizieren! Allerdings kenne ich auch etliche vergleichbare Combos, die das genauso hinbekommen (SONIC SYNDICATE z.B.!), weshalb man die Kirche trotz aller Geilheit mal im Dorfe lassen sollte. TRIVIUM sind nicht die neuen Messiasse des Metal und auch nicht Nachfolger irgendwelcher alter Heroen (schon gar nicht METALLICA!), aber schon mit die Speerspitze des Nachwuchses! Man muss ihnen hoch anrechnen, das sie ihre alten Helden nicht verleugnen und offen Elemente in ihren Songs verpacken. „Throes of Perdition“ ist ebenfalls ein tausendprozentiger Hitkandidat für hiesige Tanztempel, damit kann man sogar gegen die MACHINE HEAD-Kumpels anstinken! Allerdings auch sehr kommerziell geraten im Refrain der Track, trotzdem Granate. Richtig göttlich wird’s für alle oldschool technical Bay Area-Thrasher in dem rasend schnellen „Insurrection“! TESTAMENT/ FORBIDDEN dürften hier Pate gestanden haben – was ein Pfund! Der sägende Brüll-Chorus dürfte jeden Nacken killen, der Rest ist einfach Thrash Metal deluxe! Das geknüppelte „Of Prometheus and the Crucifix“ steht dem kaum nach, das melodische „The Calamity“ und das sperrige Riffmonster „He who Spawned the Furies“ auch nicht. Bisher noch nicht mal ein kleiner Hänger auf der Scheibe, was sich auch mit den beiden letzten Knallern nicht ändert! „Like Calisto to a Star in Heaven“ prügelt voll auf die Glocke, die Bay lässt schwer grüßen! Noch ein weiterer Volltreffer, bevor mit dem 12-minütigen Titeltrack der bisher mit Abstand ambitionierteste Track der Bandgeschichte erschallt zum Abschluss.

Hier bieten die Jungs noch mal alle Trademarks versammelt auf ohne sich zu verzetteln, epic modern Thrash nennt man das wohl. Die rasanten Soli im letzten Drittel sind völlig outstanding (wie auf der ganzen Scheibe!) und unterstreichen das einmalige Talent von Matt, der auch seinen Gesang noch mal wesentlich verbessert hat. Mit dieser Knallerscheibe zeigen TRIVIUM endlich, dass sie den ganzen Lobhudeleien auch mal mit einem ganzen Album gerecht werden können! Unverzichtbar für (Nu-) Thrasher!

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