Band Filter

TSCHAIKA 21/16 - Prinzessin Teddymett

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TSCHAIKA 21/16
Title Prinzessin Teddymett
Homepage TSCHAIKA 21/16
Label NOISOLUTION
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

TSCHAIKA 21/16 sind auf „Prinzessin Teddymett“ kein Duo mehr, sondern dank Trompeter Sören zum Trio angewachsen. Mit dabei sind weiterhin Gitarrist Tim (ROTOR) und Drummer Onkel (OHRBOOTEN, ALLIGATOAH, TIM BENDZKO), die 2016 mit „Tante Crystal uff Crack am Reck“ ihr Langspieldebüt gegeben haben. Auch als Dreigestirn stehen TSCHAIKA 21/16 für abgedrehten Noise, der über die Jahre möglicherweise noch eine Spur wahnwitziger geworden ist.

Dank des Openers „Teddymett“ empfangen die Herrschaften die geneigte Hörerschaft zumindest mit reichlich abgefahrenem Noise-Geschrammel und ebenso sinnentleerten Texten. Jedenfalls ist es schwer vorstellbar, dass TSCHAIKA 21/16 irgendetwas von dem, was sie auf diesem Silberling von sich geben, wirklich ernst meinen. Vielmehr beschleicht mich beim Hören das Gefühl, Zeuge einer alkoholgeschwängerten Studiosession geworden zu sein, in der nicht nur wild geschwurbelt, sondern auch nur dummes Zeug geredet wird. Das ist bisweilen durchaus amüsant, wenn man sich denn auf den Quatsch einlässt. Mir persönlich gefallen die gesprochenen Intermezzi aus dem Studio am besten, insbesondere wenn sich die hart berlinernden Bandmitglieder wie bei „Ep_03: Erika aus Amerika“ selbst ganz offensichtlich über ihren Blödsinn kaputtlachen müssen. Und was soll man von einem Song halten, der „Mutti ist vom Klettergerüst gefallen“ heißt, aber nur außer Kontrolle geratene Instrumente lärmen und das Stück mit einem kindlichen „Hamm’wa im Sack!“ enden lässt?

Wahrscheinlich kann man „Prinzessin Teddymett“ als experimentelles Kunstprojekt durchgehen lassen. So werden sich vermutlich auch die Ü80-Konzert-Abonnenten des Konzerthauses am Berliner Gendarmenmarkt gefühlt haben, die sich Anfang 2020 plötzlich in einer Vorstellung wiederfanden, die Teile des Konzerthaus-Orchesters gemeinsam mit TSCHAIKA 21/16 vor Stammpublikum und headbangenden Metal-Freaks gegeben haben.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

TSCHAIKA 21/16 - Weitere Rezensionen

Mehr zu TSCHAIKA 21/16