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TUMOR - Welcome Back Asshole

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Artist TUMOR
Title Welcome Back Asshole
Homepage TUMOR
Label OUT OF LINE
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

TUMOR war mir schon immer mit Abstand die liebste Ausgeburt aus Chris Pohls kreativer Dreifaltigkeit. Ohne Rücksicht auf die Charts wurde hier ganz einfach drauflos gelärmt, mit Beats, Drive und Verstand. So rotiert „Zombienation“ noch heute gerne auf dem Laserteller. Daher habe ich mich auf die Ankündigung „Welcome Back Asshole“ gefreut, mit der sich der neue Longplayer präsentiert, umcovert von einem „Amerikafreundlichen“ Motiv.

Mit einem Stück der Selbstreflexion geht dann die Reise los: Der ASP teilt C.P. mit, für wie krank er dessen Musik hält. Hier wird natürlich gleichzeitig persifliert und kokettiert, was Freunde und Feinde dann in zu erwartender Form auslegen können. „What’s it all about“ enthält dann auch Gast Vocals von einigen der kontroversesten Szenefiguren: Kevin (NCOR), der ASP und Kaaja von STENDAL BLAST, der ja spätestens seit der Zusammenarbeit mit BLUTENGEL ins Pohlsche Universum Zugang fand. Der Track gibt die Marschroute vor, die knallhart bis zum Ende durchgezogen wird. Beats, Trance, treibender Elektro und Samples sorgen für einen Dancefloorkiller nach dem nächsten. Das erinnert verdammt an die aktuelle COMBICHRIST Scheibe, Pohl also der deutsche LaPlegua? Man sollte nicht vergessen, wer diesen Sound zuerst fabrizierte. „Showtime“ ist beispielsweise dermaßen archetypisch für COMBICHRIST, dass es ohne Aufzufallen auf „Everybodes hates you“ gepasst hätte, auch qualitativ! Das darauffolgende „Killer TeKKKno“ enthält hingegen gemäß Titel einige SCOOTER-Reminiszenzen und… ich mag SCOOTER! Gesang (natürlich verzerrt) wird eher selten eingesetzt, wenn dann klingt das ein wenig nach härteren TERMINAL CHOICE („Raising Hell“).

Klar, hier ist wenig Innovatives zu finden, keine Melodie, die nicht irgendwer (wahrscheinlich sogar ER selbst) schon mal verwendet hätte, aber das ganze wurde einfach extrem effektiv arrangiert. Eben Party-Musik für die Beine, die Tanzflächen, das Adrenalin! Insofern überzeugt mich auch TUMORs neues Werk wieder über alle Maßen und so ist die Ankündigung, am 2.4. in Leipzig den einzigen und letzten Gig zu spielen, schon schade. Neben vorliegender Full Length wurde auch eine EP zu dem schon erwähnten „Killer TeKKKno“ veröffentlicht, die ein (angeblich) krankes Video zum Song „Endstation“ enthält. Liegt mir leider nicht vor, aber alle, die FEINDFLUG oder COMBICHRIST mögen, sollten dieser Musik eine Chance geben!

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