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TUNES OF DAWN - Of Tragedies In The Morning & Solutions In The Evening

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Artist TUNES OF DAWN
Title Of Tragedies In The Morning & Solutions In The Evening
Homepage TUNES OF DAWN
Label PLAINSONG RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Die Wurzeln von TUNES OF DAWN liegen irgendwo im Jahr 1993, damals nannte man sich noch DELIRIUM TREMANCE, war zu sechst und machte Death Metal. Doch die Zeiten änderten sich, die Band schrumpfte auf vier Mitglieder, änderte letztlich Namen und Musikstil und wurde spätestens 2005, als sie ihr TUNES OF DAWN-Debüt „How Is This Going To End“ veröffentlichten, zu dem, was sie jetzt sind.

Zwei Jahre haben sie inzwischen in den tiefen Kellern der Kreativität zugebracht, um den Nachfolger „Of Tragedies In The Morning & Solutions In The Evening“ entstehen zu lassen. Die Herrschaften sind unüberhörbar im Goth Rock angekommen und haben wohl nicht nur Kellergewölbe sondern auch ihre Gruft verlassen. Mit „Fall“ starten TUNES OF DAWN flott und eingängig, was sich auch mit „One Mornings Tragedy“ fortsetzt. Mit ihrem Mix aus fetten Gitarrenriffs und markigen Synthiesounds könnten sie auch im skandinavischen Raum zuhause sein, was ebenso für das melancholische „C.A.T.Y.A“ gilt. Auch „An Untitled Drawing of A Girl“ setzt auf dunkle Melodien, wobei ich mich frage, was mir der Titel des folgenden Songs sagen soll: „I’m So Goth, I Shit Bats“… Beginnend mit düsteren Chorgesängen und einer dramatischen Kirchenorgel, scheint hier Luzifer höchstpersönlich zum geneigten Hörer zu sprechen. Dieses diabolische Intermezzo wird mit dem „Vampire’s Journal“ quittiert, bei dem abermals eine Kirchenorgel und hintergründige Mönchschöre zu hören sind. Trotz des ganzen Aufwands vermag das Stück aber nicht so recht zu fesseln. Weniger Bombast und dafür mehr Drive wären besser gewesen. „A Love Ends Suicide“ verzichtet glücklicherweise auf unnötiges Brimborium und verzehrt sich einfach mal in schleppend vorgetragener Todessehnsucht. Dafür legt das „Motorcyle Baby“ einen deutlichen Zahn zu. Beim bösen Gegrowle dürfte sich auch der ein oder andere Metalfan zuhause fühlen. Etwas überraschend fällt die Anfangssequenz von „Death Is Beautiful“ aus, da sich TUNES OF DAWN hier bei MICHAEL JACKSONs „Billy Jean“ bedient haben. Die Berliner kehren jedoch schnell zur schwarzen Romantik zurück, die mit „It’s All Tears“ fast schon unbeschwerter Fröhlichkeit weicht. Mit dem Cover „Gloomy Sunday“ gibt’s noch eine Verbeugung vor der Selbstmörder-Ballade überhaupt, bevor „Immortal“ es ein letztes Mal krachen lässt.

Netter Düster-Rock aus deutschen Landen, den die Herren Gödde (Gitarre), Schorlemmer (Drums), Schneevoigt (Gesang & Bass) und Büchau (Tasteninstrumente) in genrefremden weißen Anzügen zum Besten geben.

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