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TURBONEGRO - Ass Cobra/ Apocalypse Dudes/ Darkness Forever (Re-Releases)

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Artist TURBONEGRO
Title Ass Cobra/ Apocalypse Dudes/ Darkness Forever (Re-Releases)
Homepage TURBONEGRO
Label EDEL RECORDS
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TURBONEGRO, die Meister des Deathpunks, haben in den letzten Jahren nach ihrem „Comeback“ mit den Alben „Scandinavian Leather“, „Party Animals“ und aktuell „Retox“ weiter für Furore gesorgt. Mediale Gestalten wie Bam Margera oder Ville Valo bekennen sich als Fans und zuletzt erfolgte sogar der Wechsel zu einem Major-Label. Doch wie hat eigentlich alles begonnen? Schließlich gibt es auch ein Leben davor, sprich in den Neunzigern, wo die ersten vier Platten der Norweger sowie eine Live-Produktion das Licht der Welt erblickten, mit denen man sich den heutigen Ruf und die unzähligen Turbojugend–Legionen erst einmal hart erarbeiten musste. Sämtliche Klassiker aus diesem ersten Kapitel der TRBNGR–Historie erfreuen sich jetzt einer Wiederveröffentlichung in remasterter Form und mit Bonustracks, lizensiert vom bandeigenen Label Scandinavian Leather Records. In diesem kleinen Special werden die Jahre ab 1996 abgehandelt, über die ersten beiden Longplayer ist dann an anderer Stelle zu lesen.

ASS COBRA
Mit dem dritten Album der Bandgeschichte begann 1996 die Hohezeit des Deathpunks. „Ass Cobra“ verhalf den Jungs zum endgültigen Durchbruch und wird daher von vielen als das wichtigste, aber auch beste TURBONEGRO Album bezeichnet. Jedenfalls bietet es den klassischen Deathpunk wohl in seiner überzeugendsten Form: Harte Punk(Rock)-Salven, kurz + knackig (gute 2 Minuten im Schnitt), immer auf die Fresse, mit leicht schrammeliger Produktion, pietätlos und provokativ. „Bad Mongo“, „Denim Demon“ und – natürlich – “I got erection” lassen grüßen. Das Albumcover ist als Parodie auf das „Pet Sounds“ Cover der BEACH BOYS zu verstehen, während man auf dem Backcover den blauen Denim-Style einführt. Als Zusatztracks ist hier mit „Screwed & tattooed“ und „Young boys feet“ der damalige USA-Bonus vertreten. Allerdings tauchte „Screwed & tattooed“ seinerzeit auch fälschlicherweise in der Tracklist der allerersten Europa-Pressung auf. „Young boys feet“ (THE DICKS) hingegen ist neben „Mobile Home“ (THE LEWD) und „Raggare is a bunch of motherfuckers“ (THE RUDE KIDS) eines von drei Coverstücken auf der Scheibe.

APOCALYPSE DUDES
1998 erschien dann das TURBONEGRO Album, welches gemeinhin als ihr Meisterwerk gilt. Und tatsächlich machen die regulär 13 ausgefeilteren, exzellenten Songs in einer etwas massenkompatibleren, kräftigeren Produktion „Apocalypse Dudes“ zu etwas Besonderem. Mit einer stärkeren Classic Rock–Schlagseite und einer ordentlichen Dosis Darkness werden erstmals in der bis dato anhaltenden Besetzung als Sextett (wobei allerdings Gründungsmitglied Rune Rebellion just vor kurzem seinen Ruhestand angekündigt hat) Stücke wie der arschcoole Opener „The age of Pamparius“, „Get it on“ oder „Prince of the Rodeo“ zelebriert. „Are you ready (for some darkness)“ ist ein weiteres Highlight und wurde auf der Tribute-CD “Alpha Motherfuckers” auch schon interessant von Bela B. und Jasmin Wagner (die übrigens Mitglied der Turbojugend St. Pauli ist) in Szene gesetzt. Die beiden Bonustracks „Prince of the Rodeo“ in der Single-Version und das David Bowie Cover “Suffragette City”, welches 1997 ebenfalls als 7-inch erschien, komplettieren schließlich starke 54 Minuten.

DARKNESS FOREVER
Im Anschluss an den Release von „Apocalypse Dudes“ ging es auf die 2-geteilte „Darkness Forever“ Europa-Tour, die man genutzt hat, um im Mai 1998 in Hamburg und – bereits nach der offiziellen Auflösung der Band – Ende des Jahres bei ihrem Abschiedskonzert zuhause in Oslo einen Live-Mitschnitt aufzunehmen. Die veröffentlichte Tracklist besteht ausschließlich aus Songs der beiden zuvor erwähnten Langspieler, wobei die beiden Konzertorte sich vermischen, wie man anhand der teils recht lustigen deutschen bzw. der norwegischen Ansagen feststellen kann. Die direkten Stücke der „Ass Cobra“ und die etwas melodischeren des Nachfolgers bilden ein ausgewogenes Set, der Sound ist in Ordnung, Hanks Stimme allerdings teilweise etwas leidend, was aber wiederum zu Sympathiepunkten für eine wirklichkeitsgetreue Darbietung führt. Das ursprünglich mal posthum verabreichte Live-Erlebnis verewigt 15 Stücke im Hauptteil sowie 5 Zugaben (entsprechend der früheren Doppel-12“- oder der amerikanischen CD-Version), außerdem eine schon fast feierlich begangene Arschrakete vor dem St. Pauli gewidmeten „I got erection“. Feuer frei!

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