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TURBONEGRO - Hot cars and spent contraceptives/ Never is Forever (Re-Releases)

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Artist TURBONEGRO
Title Hot cars and spent contraceptives/ Never is Forever (Re-Releases)
Homepage TURBONEGRO
Label EDEL
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Bei einem neuen Label unter Vertrag und passend zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft bietet TURBONEGRO seinen eingefleischten Fans einige ausgewählte Alben als Re-Releases an, die zudem zahlreiche Bonus-Tracks enthalten. Mit dabei sind das Debüt-Album von 1992 „Hot Cars And Spent Contraceptives“ sowie „Never Is Forever”, eine Platte, die zwei Jahre später erschienen ist. Man kann zu Recht behaupten, dass die Band mit diesen beiden Alben Musikgeschichte geschrieben hat. Die Skandinavier begründeten immerhin den „Deathpunk“ – ihren eigenen ganz persönlichen Cocktail aus Classic Rock, Punk und Metal, kombiniert mit rotzfrechen und direkten Songtexten.

HOT CARS AND SPENT CONTRACEPTIVES
Mit dem ersten TURBONEGRO-Werk „HCASC“ wird schrebbeliger Punk geboten. Allerdings mit einem Sound, der zugegeben noch etwas sehr polternd rüber kommt. Für mein Empfinden sogar etwas zu blechern, ein bisschen zu viel Garagenrock. Dennoch hat dieses Album seinen eigenen Charme und mit fünf bislang unveröffentlichten Bonus-Tracks und einem neuen Mastering komplettiert es definitiv jede TURBONEGRO-Sammlung. Immerhin lassen Songs wie „Vaya Con Satan“ oder „Clenched Teeth“ bereits erste Rückschlüsse auf das zu, was TURBONEGRO am Ende der 90er-Jahre groß gemacht hat und letztendlich auch ausmacht.

NEVER IS FOREVER
„Never Is Forever“ (mit dem Fernsehkommissar Derrick/ Horst Tappert auf dem Cover): DAS ist TURBONEGRO. Der Sound ist längst nicht mehr so schrebbelig, die Gay-Punks aus Oslo haben sich definitiv weiterentwickelt – und einen neuen Sänger: Hank von Helvete hat nun das Zepter bzw. das Mikro in der Hand. Neben Punk enthält das Album auch richtig viele Melodien. Der Titel „Letter From Your Momma“ ist das beste Beispiel dafür, dass man nicht nur mit harten und punkigen Gitarrenriffs sondern auch mit dem Piano zu musizieren weiß. Aber mal abgesehen von diesem für TURBONEGRO sicherlich ungewöhnlichen Song hat man hier mit dem inzwischen glatt geschliffeneren Sound den eigenen Stil gefunden. Stücke wie „Suburban Prince´s Death Song“ oder „(He´s A) Grunge Whore“ sind das, wofür TURBONEGRO stehen. Und „I Will Never Die“ macht ganz einfach „nur“ Spaß.

Dank der Bonus-Tracks sind beide Scheiben sicherlich für den eingefleischten Fan sehr interessant – hätte man sich aber bei den sehr dünn und simpel ausgefallenen Booklets ohne Songtexte noch etwas mehr Mühe gegeben, würde die Kaufentscheidung gewiss noch leichter fallen.

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