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TURBONEGRO - Scandinavian Leather

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Artist TURBONEGRO
Title Scandinavian Leather
Homepage TURBONEGRO
Label Burning Heart Records
Veröffentlichung ..
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Fast wie aus dem Märchen erscheint das Comeback von TURBONEGRO, nachdem man sich 1998 nach der mehr als erfolgreichen „Darkness Forever“-Tour unter spektakulären Umständen in der Notaufnahme einer psychiatrischen Klinik in Mailand mehr oder weniger gezwungenermaßen aufgrund des gesundheitlichen Zustandes von Sänger Hank von Helvete auflöste, da dieser erstmal seine Heroinsucht bekämpfen musste. Aber plötzlich stand die Band, die Klassiker wie „Apocalypse Dudes“ und „Ass Cobra“ auf die Menschheit losgelassen hat, im letzten Jahr unter anderem beim Bizarre Festival auf der Bühne und war wieder im großen Stile zurück, als ob nichts gewesen wäre.

Erwarten konnte man dies nicht wirklich, zumal auch zwischenzeitlich schon – sozusagen postum – mit „Alpha Motherfuckers“ ein Tribute-Album das Licht der Welt erblickt hatte. Aber die Verfechter des Deathpunks ließen sich so schnell nicht abschreiben, unterzeichneten mittlerweile einen neuen Vertrag bei Burning Heart/Epitaph und sind nun mit dem neuen Album am Start, auf das wohl nicht nur die zahlreichen Mitglieder der weltweiten Turbojugend-Legionen sehnsüchtig gewartet haben.

Auf den ersten Eindruck überrascht „Scandinavian Leather“ ein wenig mit seinem nicht sonderlich rotzigen, sondern relativ warmen und klaren Sound. Dennoch merkt man sofort, dass die Village People des Rock´n Roll von ihrer ganz speziellen Attitüde nichts verloren haben. Melodischer Punkrock, der mitunter auch 70th-Flair versprüht, sich aber bestens zum abrocken eignet und in etwa in einer Linie mit der neuen Hellacopters-Scheibe liegt. Unter den 13 Stücken finden sich zwar tempomäßig mehrheitlich etwas smoothere Nummern, aber auch diese überzeugen mit lauten Gitarrenakkorden und Mitsing-Kompatibilität. Ein Ausfall ist über die gesamte Distanz jedenfalls nicht zu verzeichnen, wenngleich vielleicht ein absoluter Übersong fehlt. Immerhin wurden auf den eingangs genannten Scheiben Granaten wie „The age of Pamparius“ oder „I got erection“ abgefeuert. „Turbonegro must be destroyed“, mein persönlicher Favorit, ist allerdings an diesem Kaliber schon sehr nah dran, und auch mit „Drenched in blood“ spielt man ganz weit oben.

Sehr cool ist auch das Cover ausgefallen: Eine Schlange, vorne mit Schädel, die sich selbst auffrisst, gestaltet in der Form eines metallischen Ringes. TURBONEGRO mischen also mit einem starken Album wieder kräftig an der Front mit und alle Denim-Jünger dürften zufrieden sein.

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