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TURBONEGRO - Small Feces Vol. 1 & 2

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Artist TURBONEGRO
Title Small Feces Vol. 1 & 2
Homepage TURBONEGRO
Label EDEL RECORDS
Leserbewertung
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6.0/10 (1 Bewertungen)

TURBONEGRO und kein Ende. Nach zuletzt eher unerfreulichen Nachrichten über die personelle Situation innerhalb der Band hat man im Anschluss an die Wiederveröffentlichung der ersten fünf Alben noch mal tief in der Schatztruhe gekramt und verhältnismäßig rares Material einer Zweit- bzw. streng genommen Drittverwertung zugeführt. Denn auch „Small Feces“ war in dieser Form schon früher als limitierte Edition (CD: 1000; Vinyl: 300) ausschließlich über den Bitzcore Mailorder erhältlich. Immerhin 5000 „offizielle“ Exemplare dürfen es nun sein, auf denen sich eine Kollektion von 42 Songs vom Beginn der Band anno 1989 bis hinein in die „Ass Cobra“ Phase ´96/97 befindet. Darunter sind sowohl einige Bonbons auszumachen als auch jede Menge Krawall und RemmiDemmi aus den Anfangstagen/ -jahren (noch ohne Hank von Helvete).

Die richtig alten Werke, namentlich das “Computech” Tape (1989), die Debütsingle „Route Zero“ (ebenfalls aus dem Jahre 1989) sowie die nachfolgende „Turboloid EP“ und “Vaya con Satan” Single sind vornehmlich auf „Volume 2“ verewigt, zusammen mit z.B. vier Livetracks (Kopenhagen 1995) und zahlreichen Coverversionen von BLACK FLAG (ziemlich abgedreht mit Banjo), LEATHER NUN, POISON IDEA, MC5 oder THE STOOGES, die die Wurzeln der Band aufzeigen. „Volume 1“ ist im Vergleich zum klang- und kompositionstechnisch sich noch nicht immer auf der Höhe befindenden und recht ungeschliffenen zweiten Teil deutlich hörbarer und hat beispielsweise die 7-inches “Prince of the rodeo” und “Suffragette City” vollständig, die B-Seite der „Denim Demon“ Single sowie Teile der Split 7” mit den ANAL BABES zu bieten. Auch hier sind wieder einige Coverstücke enthalten, so etwa von DAVID BOWIE, FEAR oder den ROLLING STONES. Daneben treten aber auch wirklich gute und dazu mehr oder minder unveröffentlichte eigene Stücke aus diversen Aufnahmesessions Anfang bis Mitte der Neunziger wie „Kick it out“, „Let it burn“ und „My hometown“ ordentlich Arsch.

Meine persönlichen Favoriten sind allerdings das schmissig dargebotene „Staten Och Kapitalet“, in dieser Form im Original von den schwedischen Punks EBBA GRØN, sowie der Klassiker „I got erection“ in der „St. Pauli Version“ mit einem recht lustigen und Fußball-lastigen deutschen Text. Abschließend ist noch zu sagen, dass das Booklet mit einem chronologischen Song Guide und Liner Notes zahlreiche Infos aufweist, die vielleicht die Entscheidung etwas leichter machen, ob die eigene Sammlung um diese pünktlich zum Welt-TurboJugend-Tag herausgebrachte, musikalisch aber sicher nur in Teilen wirklich benötigte, ansonsten aber ganz charmante Compilation erweitert werden soll?!

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