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TYING TIFFANY - Brain for Breakfast

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Artist TYING TIFFANY
Title Brain for Breakfast
Homepage TYING TIFFANY
Label I SCREAM RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Was jetzt das wieder? TYING TIFFANY klingt nach Bondageversuchen von englischen Fräuleins und „Brain for Breakfast“ könnte auch eines der Erstwerke von Peter Jackson sein. Eigentlich ist es aber der mittlerweile zweite Versuch einer Italienerin, ihr buntes Electropunkgemüse an den Hörer zu bringen.

Ist natürlich nicht jedermanns Sache, wenn pompöse Bläser den Einmarsch der mit einer nervigen Stimme ausgestatteten Künstlerin zelebrieren und dabei wildeste Effektorgien abgefeuert werden. Aber auch minimalistischeres, wie das enorm an die britische Partyqueen M.I.A. erinnernde „Not a shame“ oder der Kühlschrankelectro von „I can do it“ mit Wavehymnenrefrain, tut sich mit dem Zugang ins Gehör schwer. Dass die Dame außer mit Effektverzierenden Instrumenten gerne auch an sich selbst und schönen Männern herumspielt, lassen die lasziven Texte und urbanen Rockklänge von „Download Me“ oder „Easy life“ erahnen. Zurück zur nervigen Stimme, welche dauerhaft auf „Japan-Riot-Grrll“ Niveau plärrt, zum Glück hält sie sich bei „Slow motion“ zurück. Diese atmosphärische Electroballade schiebt sich, wie eigentlich nicht mehr erwartet, dann auch gefühlsbetont ins die Ohrmuscheln und sorgt für ein ruhiges Highlight auf dem sonst so hektischen Album.

Die gute Tiffany kokettiert mit allerlei Spielsachen auf „Brain for Breakfast“, presst die rockigen Zutaten aber allesamt durch den Electrofleischwolf. Da wird gepitcht, bis selbst Acid-Techno nach Engelbert Humperdinck klingt. Lustige 80ies Electroexperimente mit allerlei Frickelbeats werden an Gaga-Lyrics verschwendet und die wenigen atmosphärischen Highlights gehen vollkommen verloren im technoiden Wahn.

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