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TYSKE LUDDER - Creutzfeld E.P.

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Artist TYSKE LUDDER
Title Creutzfeld E.P.
Homepage TYSKE LUDDER
Label BLACK RAIN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.5/10 (58 Bewertungen)

Anfang 2006 meldeten sich TYSKE LUDDER mit dem Album “Sojus” nach langer Schaffenspause aus dem Vorruhestand zurück. Nachdem die Reaktionen hierauf durchweg positiv ausgefallen sind, wird nun via Black Rain auch ihr Backkatalog aus den 90er Jahren erneut zugänglich gemacht, der klassischen Oldschool EBM zu bieten hat. Da man im Zusammenhang mit TSYKE LUDDER oftmals auch Begriffe wie „EBM-Pioniere“ hört, sicherlich ein lohnenswertes Unterfangen, aber auch deshalb, weil dabei nicht mit Bonustracks gegeizt worden ist.

Nach dem ´94er Debüt „Bombt die Mörder?“ und dem Nachfolger „Dalmarnock“, die bei uns an anderer Stelle besprochen werden, erschien im Jahre 1996 als zunächst letzte Veröffentlichung die ursprünglich sechs Tracks umfassende „Creutzfeld E.P.“. Stücke wie „Zeichen der Zeit“ oder „Inferno“, in denen bereits damals zusätzlich zu den Electro-Klängen auch mit Gitarren gearbeitet wurde, haben nichts von ihrem ungezügelten Charme eingebüßt. Ebenso gradlinig und zeitgemäß druckvoll gehen auch die verschiedenen aktuellen Remixe von VICIOUS ALLIANCE, WERTSTAHL oder XP8 nach vorne los. Als ungewöhnlichste und zugleich auch etwas gewöhnungsbedürftige Nummer sticht sicherlich der BOTS-Gassenhauer „Sieben Tage lang“ („Was wollen wir trinken, sieben Tage lang…“) hervor, der in 2006 zudem ebenfalls als WERTSTAHL Rmx verwurstet wurde. In fast die gleiche Kerbe schlägt das neu hinzu gekommene „Wir sind des Geyers schwarzer Haufen“, eine Adaption einer traditionellen Hommage an den Bauernführer Florian Geyer. Unter Remix-Gesichtspunkten sind dagegen noch die vier Neuvertonungen von “Monotonie“ und „Hexenjagd“, den beiden Highlights des Vorgängeralbums, zu nennen.

Auf lyrischer Ebene folgt die “deutsche Hure” ihrem Leitbild und schneidet auch hier wieder einige sozialkritische bzw. provokante Themen an, wie etwa dem Albumtitel entsprechend BSE, und hat hierbei auch zahlreiche Filmsamples in die Stücke eingearbeitet. Flankiert wird das Ganze von den im Booklet aufgeführten Textzitaten, unter anderem auch zu den Brandanschlägen 1992 in Rostock (und – lobenswerterweise – abgrenzend dazu dem wenngleich schlichten Hinweis, dass die geistigen Brandstifter davon kommen).

Insgesamt wurde die „Creutzfeld E.P.“ auf 15 Titel und eine Spielzeit über 70 Minuten aufgestockt und es scheint, als wären die „Ludders“ für die anstehende Tour mit einem großen Repertoire an einsetzbarem Material gewappnet…

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