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U.D.O. - Rev-Raptor

VN:F [1.9.22_1171]
Artist U.D.O.
Title Rev-Raptor
Homepage U.D.O.
Label AFM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.3/10 (6 Bewertungen)

„Uns“ U.D.O. Dierkschneider liefert ja im Gegensatz zu seinen ehemaligen Kollegen ACCEPT in den letzten Jahrzehnten eine Metalgranate nach der Nächsten ab und das in schöner Regelmäßigkeit! Seit 1987 führt er den von der Solinger Stahlschmiede bekannten Sound unbeirrt fort, nur von 1992-1996 natürlich nicht, da man zu der Zeit ja wieder als ACCEPT unterwegs war. Für die erneute Reunion 2009 kam das nicht in Frage und so haben die Metalheads weltweit jetzt halt gleich zwei bärenstarke German-Metal-Kommandos zur Verfügung. Ich kann allen nur empfehlen, beide Bands zu supporten! Denn neben dem absolut überraschenden Kracherwerk von ACCEPT (die entgegen aller Meinungen und Unkenrufen auch ohne UDO locker bestehen können!) ballert auch der kleine Kampfanzug wieder feinsten Stahl aus allen Rohren.

Eine ganze Ecke aggressiver preschen die Songs aus den Boxen, aber das kennt man ja schon von den letzten Alben. Während ACCEPT eher traditionell zu Werke gehen, fahren U.D.O. doch den eher moderneren Power Metal-Sound, der auch gerne mal am Thrash Metal schnuppert und wesentlich fetter dröhnt, allerdings auch sehr viel klinischer und künstlicher daherkommt. Das 13.Studioalbum ist „Rev-Raptor“ mittlerweile und es bollert gewohnt amtlich fix los mit dem Titeltrack, der ersten Single „Leatherhead“ und dem schnellen Banger „Renegade“. Der Gesang ist natürlich nach wie vor einzigartig, aber nicht mehr ganz so prägnant wie in der Vergangenheit. Leichte Abnutzungserscheinungen lassen sich sowohl an der Stimme als auch beim Songwriting ausmachen. Melodischer geht man mit dem balladesken „I Give as Good as I Get“ an des Hörers Lauscher ran, U.D.O. kann halt auch mal „singen“ – in dem ihm gegebenen limitierten Stimmumfang. Mit „Dr. Death“ folgt aber gleich wieder ein schneller Banger, dem ein typischer Stampfer namens „Rock´n´Roll Soldiers“ zur Seite gestellt wird. Qualitätsstoff, wie er im Buche steht, da gibt´s nix zu bekritteln. Höchstens, dass man sich innerhalb des gesteckten Rahmens eben doch irgendwie mehr oder weniger wiederholt. Aber Reißer wie „Terrorvision“ mit ihrem unwiderstehlichen Riffing und treibenden Beat zieht man sich in dieser frischen Ohrwurm-Güte immer wieder gerne rein.

Klar kann man die einzelnen Songs kaum einem bestimmten U.D.O.-Album zuordnen, was aber auch eine gewisse Zeitlosigkeit bedeutet. Und solange da 13 starke Tracks ohne großartige Ausfälle bei rauskommen, ist doch alles in Butter! Auch wenn man nach hinten raus nicht mehr ganz so grandios hämmert, so bietet man dem Fan doch genau das, was er erwartet. Vielleicht leicht modifiziert, aber ohne seine Trademarks zu vergessen. Trotz dieses erneut starken U.D.O.-Albums liegt für mich die aktuelle ACCEPT-Rakete ganz klar vorne. Freunde des puren, reinen Heavy Metals müssen dennoch unbedingt zugreifen!

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