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ULTIMA RADIO - Dusk City

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Artist ULTIMA RADIO
Title Dusk City
Homepage ULTIMA RADIO
Label PANTA R&E
Leserbewertung
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10.0/10 (3 Bewertungen)

Nein, im Formatradio wird man ULTIMA RADIO wohl trotz dieses Namens, der natürlich auch an den Begriff ‚Ultima Ratio‘ anknüpft, nicht finden. Was der letzte Lösungsweg dieser Band aus Österreich ist? Momentan vermutlich der zweite Longplayer „Dusk City“, der auf das 2017er Debüt „A Thousand Shapes“ und eine selbstbetitelte EP aus dem Jahr 2015 folgt. Dabei haben sich Zdravko Konrad (Vocals), Julian Jauk (Guitar, Vocals), Benni Krause (Guitar), Stefan Scherer (Bass) und Paul Krassnitzer (Drums) einen Mix aus psychedelischen Rock-Parts und Crossover-Elementen auf die Fahnen geschrieben, der nicht immer sofort ins Ohr geht, aber durchaus spannend ist.

„Dusk City“ entführt den Hörer in eine imaginäre Stadt, was unter anderem durch die Zwischenspiele, die mit den Geräuschen einer U-Bahn-Fahrt kombiniert werden, hörbar wird. Ansonsten erinnern pumpende Schlagzeug-Beats an das Werken einer niemals müden Maschine, während verzerrte Gitarren gen Smog-Himmel schreien. Es geht auf Großstadt-Safari und dabei geht es durchaus ruppig zur Sache, wie bereits der druckvolle Opener „Your Skin“ beweist. „Limber“ übernimmt mit gleichförmigen Melodien, die das Phänomen der menschlichen Selbstkonditionierung unterstreichen, wohingegen das treibende „7 of 8“ die zunehmende Entmenschlichung und Objektifizierung aufs Korn nimmt. Derweil beschäftigt sich das hämmernde „Icarus“ mit der Ausbeutung der Natur, bevor „Golden Lands“ sich der Realitätsflucht annimmt und „Again And Again“ vergleichsweise ruhige Töne anschlägt. Ganz anders „Reshape“, mit dem es erneut krachend und mit einem Hauch Stoner Rock á la Josh Homme in die Vollen geht. Bleibt noch der Titeltrack „Dust City“, bei dem sich ein wenig THE MARS VOLTA und AT THE DRIVE-IN in den Sound mischen.

Auf diese Weise kommen zum Psych-Crossover-Rock auch noch eine Prise Stoner und auch eine Idee Post-Hardcore. Wenn schon dystopische Untergangsszenarien, dann aber bitte auch mit fliegenden Fahnen und großem Besteck! So könnte zumindest der Ansatz von ULTIMA RADIO zu „Dusk City“ gewesen sein. Mission erfüllt, meine Herren!

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