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UNDERDOG - Matchless

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Artist UNDERDOG
Title Matchless
Homepage UNDERDOG
Label BRIDGE 9
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Die 80er kommen zurück!! Diese Befürchtung bricht immer wieder wie eine Welle der Angst auf diverse Gesellschaftsparten nieder. Im Modebereich gefürchtet, im Filmsektor mit einem neuen „Rambo“-Teil, einer „Das A-Team“-Kinoadaption usw. zwiespältig, in der Musik aber des öfteren willkommen. So raufen sich auch UNDERDOG nach 21 Jahren wieder zusammen, um es noch mal krachen zu lassen. 1985 gegründet und in den Folgejahren zur Skate-Punk-Ikone avanciert, 1989 bereits wieder aufgelöst, doch nun wieder da und mit Bridge 9 bei einem neuen und ja auch ungemein passendem Label untergekommen. Und um auch bei seinem Comeback seiner Epoche treu zu bleiben, dachte man sich wohl frei nach dem seinerzeit aktuellen und mittlerweile zum Kult mutiertem Filmwerk „Zurück in die Zukunft“: Wir machen eine Discografie-CD.

Zurück in die guten alten Zeiten, um damit die Zukunft einzuläuten – das scheint der Plan der NYHC-Truppe zu sein. 26 Kompositionen, darunter das Album „The Vanishing Point“ sowie eine Vielzahl an Demos, vereinigen sich auf „Matchless“; wobei auch dieser Name durchaus berechtigt gewählt ist. Denn zu dem Zeitpunkt, als dieses Liedgut das Licht der Musikwelt erblickte, waren UNDERDOG wirklich nur schwer zu vergleichen. Ihre Mischung aus Punk, Hardcore und Rock traf damals genau den Nerv der Zeit und sorgte in Windeseile dafür, dass man nur noch des Namens wegen als „Außenseiter“ bezeichnet werden sollte. Mit versierten Bassläufen, lässigen Gitarren, reibigem Gesang und dem mitreißenden Groove des Quartetts sprach man ein großes Publikum an. Diese Mixtur gilt auch heute noch als eine der großen stärken der Truppe, die sich selbst vor massigen Reggae-Einflüssen nicht scheuen, wie Stücke wie „Without Fear“ oder das fast crossovermäßige „No Matter What“ beweisen. Beeindruckend dabei ist, wie stilvoll die Jungs diese musikalische Brücken schlagen, dabei ihre teils punkigen, teils hardcorigen Wurzeln nie vernachlässigen. Selbst wenn Nummern wie das starke „Back to back“ mit einem herrlichen Rocksolo eröffnet werden hat man doch stehts die Jungs mit den Skateboards vor Augen – und vor allem in den Ohren.

Was soll man dazu noch groß schreiben, UNDERDOG sind unverkennbar ein New York Hardcore-Original, welches mit den auf „Matchless“ vereinten Klangwerken den Weg für Bands wie LEEWAY oder INTO ANOTHER ebnete und darüber hinaus an der Erziehung der meisten anderen NYHC-Kapellen maßgeblich beteiligt sein dürfte. Und obwohl Reunionen ja irgendwie stets einen Beigeschmack hinterlassen, hat man hier nun wirklich nicht den Eindruck einer Verzweiflungstat. Die Ansammlung alter Schätze verteilt auf fast 79 Minuten ist dabei ein gelungener Einstieg ins Comeback und auch wenn sich viele der Songs einmal als Demo und einmal als fertige Version auf der Scheibe wieder finden, dürfte sich die Anschaffung dennoch lohnen: für die jüngeren und ursprungsinteressierten Anhänger des Genres eine Sache der Ehre und für langjährige Fans ein schöner Abschluss für die „alte“ UNDERDOG-Sammlung – denn die Jungs wollen es noch mal wissen, also macht schon mal Platz!

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