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UNEXPECT - In a Flesh Aquarium

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Artist UNEXPECT
Title In a Flesh Aquarium
Homepage UNEXPECT
Label ASCENDANCE RECORDS
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

Ascendance Records ist ein relativ neues britisches Label, das von Lee Barrett (Begründer von Candlelight) und dem Promoter Sam Grant aus der Taufe gehoben wurde. Dabei konzentriert man sich auf „Female Fronted Metal“, mal etwas neues in Sachen Plattenfirmen-Strategie. Neben den Deutschen FLOWING TEARS zählen auch die Kanadier UNEXPECT zu den musikalischen Schäfchen, die somit erstmals europäisches Terrain unsicher machen dürfen. „In a Flesh Aquarium“ ist das 2te Album des Septetts mit so “lustigen” Namen wie Leïlindel, Landryx oder Artagoth nach dem Debüt „We, Invaders“ aus dem Jahre 2003. Es deutet sich an: Die Herren und Damen aus Montreal gehören nicht zu den Leichtverdaulichen der Szene. So wird Mike Portnoy mit den Worten zitiert: „Absolutely some of the most OUT THERE… My brain hurts!”. Mal ganz ehrlich, dienen Kopfschmerzen heutzutage der Promotion?

Die einstündige Reise fährt dann auch gleich mal alles auf, was sich zwischen Avantgarde, Varieté, Progrock und Black Metal so auf den Straßen herumdrückte und nicht rechtzeitig auf den Bäumen war. Dissonante Gitarrenläufe, Fiedeln, Growls, Frauengesang, Bläser, wahnwitzige Soli, Pianoklänge. Am besten alles in einem Stück kräftig durchgeschüttelt und gerührt. Keine Frage: Diese Nordamerikaner beherrschen ihre Instrumente und auch an der Artwork Front (CD, Homepage, MySpace) sind sie ganz vorne mit dabei. Macht das „IAFA“ deswegen richtig spannend? Eher anstrengend, denn zuviel ist bekanntlich mehr und das normale menschliche Ohr wird durch die zahlreichen Tempi- und Rhythmuswechsel eher verschreckt denn fasziniert. Manchmal bedarf es auch des Mutes zur Einfachheit. Auf einzelne Songs einzugehen scheint in diesem Kontext sinnlos, da man hier eher von einer Abfolge von in sich durchaus gelungenen Parts sprechen muss. Wer auf eine abgefahrene Mischung aus ARCTURUS, MR. BUNGLE, ATARAXIA und DEATH mit Klassik/ Jazz-Beilage richtig feucht wird, sollte sich das Scheibchen mal genauer ansehen. Mir ist das auf Dauer doch zu anstrengend. Portnoy weiß eben, wovon er redet…

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