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UNINVITED GUEST - Malice in Wonderland

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Artist UNINVITED GUEST
Title Malice in Wonderland
Homepage UNINVITED GUEST
Label MADDENING MEDIA
Leserbewertung
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7.0/10 (3 Bewertungen)

UNINVITED GUEST gehören in ihrer britischen Heimat zu den aufsteigenden Sternen am Dark-Rock-Himmel und schicken sich nunmehr an, auch die deutschen Schwarzkittel mit ihrer zweiten Langrille „Malice In Wonderland“ beeindrucken zu wollen.

Den Anfang macht das Quartett mit „Mother Nature Made A Monster“, bei dem Sänger Dean Hathaway den Part der knödelnden Gothic-Matrone übernimmt, bevor die Kollegen an den Saiteninstrumenten für die nötige Härte sorgen. Für die ständigen Melodiewechsel und hochdramatischen Gesangsparts kann ich mich nicht so recht begeistern, dann doch lieber „Abigail“, das eher verhalten startet, um dann in die Vollen zu gehen. „Strange Gothic Romance“ klingt nach Goten-Kirmestrubel, ich sehe regelrecht die düsteren Gestalten ihre Runden auf dem Geister-Karussell ziehen, bevor mit „The Law of The Playground“ ein Song folgt, der entfernt an „In The Ghetto“ von ELVIS PRESLEY erinnert, jedoch ganz, ganz weit davon entfernt ist, ähnlich fesselnd zu sein. Der Text um einen Jungen, der unter der Gewalt seinen Mitschülern leidet, wirkt einfach zu bemüht, was auch von der musikalischen Untermalung nicht aufgefangen werden kann. „Your Private Hell“ wartet im Anschluss wieder mit härteren Klängen auf, dagegen ist auch nichts zu sagen, wenn das Ganze nach kurzer Zeit nicht furchtbar hektisch würde. Wobei ich jetzt nicht schnell meine, sondern eher nervös, was für die Laune des Zuhörers nicht zwingend zuträglich ist. Wie es scheint, ist aber gerade dieser Stil das Markenzeichen von UNINVITED GUEST, denn auch „Join The Dance“ wartet mit ähnlichen musikalischen Auswüchsen auf. Entschieden ruhiger geht es bei „Still I Miss The Man“ zu, hier passen auch Deans Vocals deutlich besser hin. „You Are Your Kingdom“ ist 2006 schon mal als Single veröffentlicht worden und lässt es wieder mehr krachen. Ganz anders „Jack Dandy“, hier sind die Briten im Stil der Zwanziger und Dreißiger Jahre unterwegs – so wie man es von MAX RAABE oder den COMEDIAN HARMONISTS kennt. Seltsame Chorgesänge läuten „Human“ ein, bevor die Langäxte erneut zuschlagen und Mr. Hathaway das Mikro übernimmt. Dafür gibt es bei „Wonderland“ Vögelgezwitscher und Donnergrollen zu hören, sozusagen die Vorbereitung für den Bounstrack „Double Dare“, den sich UNINVITED GUEST bei BAUHAUS ausgeliehen haben. Das Original ist ähnlich disharmonisch, allerdings passt der Gesang von Peter Murphy einfach besser.

Tja, wirklich überzeugen konnten mich UNINVITED GUEST nicht. Mir fehlt es an einer erkennbaren Linie in der Musik, außerdem ist mir der Gesang entschieden zu penetrant. Was ein Mix aus Gothic, Glam und Industrial sein soll, bleibt leider unentschlossen und mir verschlossen.

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