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UNISONIC - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist UNISONIC
Title s/t
Homepage UNISONIC
Label EARMUSIC/ EDEL
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.4/10 (14 Bewertungen)

Ich kann´s nicht mehr hören, Kiske hier, Kiske da. Über den geistigen Sondermüll, den er allerorten abgibt, gehen wir mal schlicht hinweg. Die Mucke soll hier zählen. Und auch da überschlägt man sich ja schon seit der EP „Ignition“ mit Lobeshymnen, vor allem seit Altkumpel Kai Hansen auch noch mit an Bord ist.

Bei den beteiligten ex-HELLOWEEN (Kiske/ Hansen) und PINK CREAM 69 (Ward/ Zafirou)-Musikern kann man natürlich nicht erwarten, dass sich UNISONIC NICHT nach den Ex- bzw. Hauptbands anhören. Und so pröttelt das Album auch knackig los mit den von der EP bekannten „Unisonic“ und „Souls Alive“, die man gut und gerne auch als HELLOWEEN/ GAMMA RAY Spin Offs sehen kann. Starker Beginn mit Speed inne Backen. Dem folgt allerdings mit dem sehr poppig-catchy ausgefallenen „Never Too Late“ ein Griff nach unten, den man fast schon HELLOWENschen „Chamäleon“-Unzeiten zuordnen kann. Da hilft´s auch nix, das Kiske toll singt wie eh und je. Das ist eher was für die PINK CREAM 69-Klientel, oder für Fans der ex-Bands von Gitarrist Mandy Mayer (u.a. GOTTHARD, ASIA, HOUSE OF LORDS, KROKUS). Melodischer Hard Rock mit Pop-Appeal, der nun wirklich alles andere als außergewöhnlich ist. Zudem bedient man sich mal gerne nur allzu offensichtlich in der musikalischen Vergangenheit, besonders gut zu hören in dem eigentlich gut groovenden „Star Rider“ (ABBA-Fans vor! und der Beginn ist 1:1 von einem 80er-Popsmasher – ich komm grad nicht drauf – geklaut!). Auch das strunzbiedere Hausfrauenpoprockteil „Never Change Me“ reißt nix, dafür gibt´s dann mit dem Riff Rocker „Renegade“ ein gutes Bombaststück mit neuerem EDGUY-Touch. Das wird aber irgendwie alles der Klasse der beteiligten Musiker nicht so ganz gerecht und bei solchen Kalibern darf man schon geileres Songwriting und packendere Burner erwarten. Die finden sich aber auch unter den letzten 4 Songs nicht. Das leicht epische und ACCEPT-artige „King for a Day“ sticht da noch am ehesten positiv heraus.

Nach dem wirklich guten Beginn (der allerdings ja schon auf der EP verbraten wurde) versackt das Album zusehends in der Belanglosigkeit. Recht patenter melodic Rock, mehr nicht. Und das ist doch eher enttäuschend. Wer speedige Sounds erhofft hat, der wende sich lieber schnell wieder HELLOWEEN oder GAMMA RAY zu. UNISONIC werden den hochgehängten Vorschusslorbeeren nicht gerecht.

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