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UNLEASHED - Sworn Allegiance

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Artist UNLEASHED
Title Sworn Allegiance
Homepage UNLEASHED
Label CENTURY MEDIA
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Die Besprechung einer UNLEASHED-CD ist im Grunde keine besonders schwierige Sache. Der geneigte Death Metal Fan bekommt genau das, was er von den trinkfesten Schweden erwartet. Daran ändert sich auch mit dem siebten Studioalbum zum 15jährigen Bandjubiläum nichts. Und da auch GRAVE in Kürze eine neue Langrille präsentieren, ist das alte Dreigestirn DISMEMBER, UNLEASHED, GRAVE wieder topaktuell, ein wenig in die Jahre gekommen vielleicht, aber immer noch schlagkräftig. Eingebettet in eine furztrockene Produktion von Fredrik Folkare/ Peter In de Betou werden wieder heidnische Wikingersagen vom Stapel gelassen, welche „Urviech“ Johnny Hedlund mit seiner bekannt kehligen Stimme veredelt.

Auf dem zweiten Comeback-Album nach „Hell’s Unleashed“ aus dem Jahre 2002 sind wieder die beiden „typischen“ UNLEASHED-Songs enthalten, mit entsprechenden Modifikationen: Die schnellen „Ufta“-Rhythmen und die pathetischen Midtempo-Stampfer! Insofern ist das schwedische Quartett eigentlich die todesmetallische Variante von BAD RELIGION, welche aus den gleichen Zutaten auch immer wieder ein neues schmackhaftes Süppchen kochen. Allerdings sind nicht alle Stücke gelungen, hin und wieder gleitet es etwas ins Belanglose ab, wie bei „The Longships are coming“, wo das Grundthema doch ein wenig zu ausgelutscht wirkt, da können auch die ausufernden Gitarrensolos nicht helfen. Demgegenüber stehen Mitgröhlreißer wie die flotten „Destruction (Of the Race of Men)“ und das fast autobiographisch betitelte „I bring you Death“ sowie das leicht SLAYEReske „Insane for Blood“. Beim superkurzen „Attack!“ verlässt man ansatzweise die engen Genregrenzen und nähert sich klassischem Moshcore an, eine nette Abwechslung. Mit „Metalheads“ (ziemlich modernes/ treibendes Riffing) und dem abschließenden „Long live the Beast“ (schöner Chorus) hat man dann noch 2 potentielle Live-Hymnen im Gepäck, welche die Scheibe stürmisch beschließen.

UNLEASHED präsentieren sich auf „Sworn Allegiance“ traditionsbewusster denn je und werden somit ihre treue Fangemeinde nicht enttäuschen, die sicherlich schon begierig auf die Live-Umsetzung wartet. Ob man angesichts starker Konkurrenz neue Käuferschichten anpeilen kann, wage ich aber doch eher zu bezweifeln, denn ein richtiges Meisterwerk ist den Nordmännern nicht gelungen. „Gut“, „solide“ und „vorhersehbar“ sind hier wohl die meistgebrauchten Adjektive…

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